(Unternehmens-)Neuigkeiten von Geobra?

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Kringel
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Re: (Unternehmens-)Neuigkeiten von Geobra?

Beitrag von Kringel » Mittwoch 4. Februar 2026, 10:09

Und so kurzfristig schon!

Eine Katastrophe für die Mitarbeiter, ätzend!!!!

Grüße

Kringel
Resinberg
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Re: (Unternehmens-)Neuigkeiten von Geobra?

Beitrag von Resinberg » Mittwoch 4. Februar 2026, 11:21

Nun, das wurde in den triumphalen Pressemitteilungen zur Spielwarenmesse sorgfältig verschwiegen, obwohl die Entscheidung schon lange zuvor getroffen worden war.

Ich kann nur sagen, dass sie mit dieser Schließung zwar kurzfristig eine Menge Geld sparen, aber gleichzeitig auch ein halbes Jahrhundert Erfahrung verlieren. Und das wird sich wiederum auf die Qualität der Produkte auswirken.
Resinberg
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Re: (Unternehmens-)Neuigkeiten von Geobra?

Beitrag von Resinberg » Mittwoch 4. Februar 2026, 11:47

Und hier eine Reaktion der Gewerkschaft:

https://www.presseportal.de/pm/170495/6210197
Andi22
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Re: (Unternehmens-)Neuigkeiten von Geobra?

Beitrag von Andi22 » Mittwoch 4. Februar 2026, 13:02

Kann man eigentlich irgendwo die original Pressemeldung von Geobra lesen? Hab Sie weder auf der Seite von Playmobil noch von Geobra gefunden ....
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rubberduck
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Re: (Unternehmens-)Neuigkeiten von Geobra?

Beitrag von rubberduck » Mittwoch 4. Februar 2026, 14:11

JOSO hat geschrieben:
Dienstag 3. Februar 2026, 22:07
https://www.facebook.com/share/p/1HQ8LT ... tid=wwXIfr

Playmobil verläßt Dietenhofen
Das war es dann mit Playmobil, Made in Germany. 🙁
:skandal :skandal
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benbey
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Re: (Unternehmens-)Neuigkeiten von Geobra?

Beitrag von benbey » Mittwoch 4. Februar 2026, 18:20

Etwas möchte noch loswerden, auch wenn man sich in diesem Forum ja sehr sehr anständig verhalten soll. Ich habe ja öfters Kritik und Fakten zu den Geschäftszahlen vorgelegt. Ich kenne das, wenn Berater agieren und eine Firma, bei mir warens Krankenhäuser der öffentlichen Hand, wieder "auf Kurs" bringen sollen. Stets das gleiche Muster: Personalkosten reduzieren (Entlassungen) = schneller nachweisbarer Effekt, Standorte zusammenfügen (erfordert Aufwendungen, macht sich erst längerfristig in der Bilanz bemerkbar), Aber bis dahin ist der Beratervertrag abgelaufen und man kann mit stolz eine "Wirkung" der Maßnahmen vorweisen. So eine Beratung kostet mindestens eine Million pro Halbjahr bei einer Firma dieser Größe.

Aber was mir wirklich wirklich SAUER aufstößt, ist die Art und Weise, wie das Management agiert: MENSCHENVERACHTEND und mit eiskaltem Kalkül. Dick und positiv auf der Messe auftreten, den Wave der Presse und Euphorie benutzen und kurz danach und wohlwissend 350 Leistungsträger in 8 Minuten "Info" auf die Straße zu setzen. :grrr
Trage seit 1975 Playmobil im Herzen.
Resinberg
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Re: (Unternehmens-)Neuigkeiten von Geobra?

Beitrag von Resinberg » Mittwoch 4. Februar 2026, 19:17

Eine sehr traurige Nachricht. Aber auch etwas, das mich wütend macht. Sehr gemischte Gefühle.

Die Realität, die mir jetzt bewusst wird, ist folgende: Nach dem Tod von HOB lag der Fokus nie mehr wirklich auf PLAYMOBIL.

Denn ein Teil des Erbes von HOB war diese „Kriegskasse” von 1,5 Milliarden. Ich habe gehört, dass ein Großteil dieses Geldes in den letzten Jahren für Investitionszwecke außerhalb des Unternehmens abgezweigt wurde.

Stellen Sie sich nun vor, Sie wären diese temperamentvolle Sekretärin, die plötzlich für all dieses Geld verantwortlich ist. Was würden Sie tun?

Ein angeschlagenes Spielzeugunternehmen retten ... all die Mühen auf sich nehmen, um das Unternehmen wieder zum Erfolg zu führen?

Oder

sich anderswo als Großinvestorin betätigen, keine Verantwortung tragen, mehr Prestige genießen und eine bessere Rendite erzielen?
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Re: (Unternehmens-)Neuigkeiten von Geobra?

Beitrag von Playmoaffe » Mittwoch 4. Februar 2026, 19:52

Wurde mein Beitrag gelöscht? :ohnmacht
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Re: (Unternehmens-)Neuigkeiten von Geobra?

Beitrag von BillyTheKlicky » Mittwoch 4. Februar 2026, 21:16

So traurig es auch klingt, wenn die Mitarbeiter das verarbeitet haben, ist es wahrscheinlich noch das Beste für sie, jetzt gegangen zu werden, als wenn der Laden schon den Bach runtergegangen ist. Jetzt bekommen sie noch Abfindungen, aber wenn erstmal kein Geld für sowas mehr da ist dann ist es umso schlimmer.
Ich wurde auch mal rausgeworfen in einer Firma die den Bach runter ging, so schmerzhaft das auch war in dem Moment, am Ende war ich froh rechtzeitig geflogen zu sein, als das Ende, wo man nix mehr bekommt, erleben zu müssen und vor allem täglich diese Tortur der Endzeitstimmung ertragen zu müssen.

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Vom Produktion auslagern läßt sich der Absatz aber auch nicht steigern. Und das ist ja eigentlich das Problem, oder :gruebel

Sehr traurig das alles.
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Re: (Unternehmens-)Neuigkeiten von Geobra?

Beitrag von Askin » Donnerstag 5. Februar 2026, 07:18

Playmoaffe hat geschrieben:
Mittwoch 4. Februar 2026, 19:52
Wurde mein Beitrag gelöscht? :ohnmacht
Nein :gruebel
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Re: (Unternehmens-)Neuigkeiten von Geobra?

Beitrag von Resinberg » Freitag 6. Februar 2026, 10:39

benbey hat geschrieben:
Mittwoch 4. Februar 2026, 18:20
Etwas möchte noch loswerden, auch wenn man sich in diesem Forum ja sehr sehr anständig verhalten soll. Ich habe ja öfters Kritik und Fakten zu den Geschäftszahlen vorgelegt. Ich kenne das, wenn Berater agieren und eine Firma, bei mir warens Krankenhäuser der öffentlichen Hand, wieder "auf Kurs" bringen sollen. Stets das gleiche Muster: Personalkosten reduzieren (Entlassungen) = schneller nachweisbarer Effekt, Standorte zusammenfügen (erfordert Aufwendungen, macht sich erst längerfristig in der Bilanz bemerkbar), Aber bis dahin ist der Beratervertrag abgelaufen und man kann mit stolz eine "Wirkung" der Maßnahmen vorweisen. So eine Beratung kostet mindestens eine Million pro Halbjahr bei einer Firma dieser Größe.

Aber was mir wirklich wirklich SAUER aufstößt, ist die Art und Weise, wie das Management agiert: MENSCHENVERACHTEND und mit eiskaltem Kalkül. Dick und positiv auf der Messe auftreten, den Wave der Presse und Euphorie benutzen und kurz danach und wohlwissend 350 Leistungsträger in 8 Minuten "Info" auf die Straße zu setzen. :grrr
Stellen Sie sich nun vor, dass Sie nicht nur eine solche Beratungsgruppe haben, sondern mehrere, die alle das Unternehmen beraten.

Sie haben natürlich die Finanz- und Steuerberatung, aber gleichzeitig gibt es Beratungsgruppen von völlig anderen Firmen, die sich mit der allgemeinen Markenstrategie, der Einführung von Agilität, der digitalen Transformation oder dem Medienmanagement befassen.

Ein Berater sagt, man solle die Budgets kürzen und die Strukturen vereinfachen, während andere zu mutigen und kostspieligen Plänen inspirieren, die die Komplexität der Organisation nur noch erhöhen. Und während Berater A sagt, man solle nach links gehen, setzt der andere selbstbewusst einen Kurs nach rechts.

Das war die Situation bei Geobra um das Jahr 2020. Und aufgrund der Unternehmensstruktur ohne klare praktische Führung konnten all diese widersprüchlichen Einflüsse nachhallen, sodass die Mitarbeiter vor Ort alle Erschütterungen auffangen mussten, wenn sich die Marschbefehle von einem Tag auf den anderen änderten oder komplett umkehrten.

So kommt es, dass man sich in einer Situation wiederfindet, in der eine Fernsehserie mit 26 Folgen und einem Gesamtbudget von über 7 Millionen in Angriff genommen wird. Die Produktion erstreckt sich über drei Kontinente, wobei die Kernproduktion in Dänemark stattfindet, die Stimmen in Kanada aufgenommen werden und der Großteil der Animation in Indien erfolgt. Und dann stand noch die Herausforderung an, die Serie zur Ausstrahlung zu bringen, was mit Besuchen auf Messen und bei Fernsehsendern auf der ganzen Welt verbunden war.

Mein Team und ich sollten das gesamte Projekt leiten, aber als wir zu Besprechungen in die verschiedenen Studios fahren oder die Serie an Fernsehsender verkaufen mussten, war das einfach nicht möglich ... weil das Reisebudget des Unternehmens plötzlich auf ein absolutes Minimum gekürzt worden war und nur noch Führungskräfte ins Ausland fliegen durften ...

Das Endergebnis war, dass eine riesige Investition auf YouTube landete, da das Unternehmen die sehr geringen Ausgaben ablehnte, die es ermöglicht hätten, die Serie an Fernsehsender zu verkaufen und mit der Zeit vielleicht sogar einen Gewinn zu erzielen.
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