Interessantes Thema. Meine Frau drängt mich auch schon seit geraumer Zeit, das ich mich von diversen Dingen (Bücher, Rollenspielsammlung, Playmobil) trenne.
Bedingt durch ein ein paar Umzügen, zuletzt 2024, haben wir, nicht nur die oben genannten Dinge, schon massig aussortiert und verschenkt beziehungsweise entsorgt.
Da ich meine Ausbildung im Buchhandel gemacht habe und Bücher auch so eine Leidenschaft sind, hatte sich da auch so einiges angesammelt. Letztes Jahr habe ich mich dann von 7 Umzugskartons voll mit Büchern getrennt.
Aktuell ist es tatsächlich so, das ich Playmobil aussortiere, welches demnächst dann gespendet bzw. verkauft wird.
Da ist der Beifang aus irgendwelchen Konvoluten dabei oder halt auch da,s was aus der Reduzierung der Sammlung weg soll.
Beispielsweise überarbeite ich gerade meine Nordis und Südis, die massiv reduziert bzw. mit den Teilen eines niederländischen Sammlers aufgewertet werden sollen.
Gleiches gilt für Gebäude, Forts und Figuren, die gehen alle nochmal zum Optimieren in die Customizingwerkstatt.
Glücklicherweise ist meine Sammlung sehr überschaubar, aber mir ist es mittlerweile jetzt schon zu viel, mich lähmt dies und nimmt mir auch teilweise den Spaß und die Freude.
Generell kann ich sagen, das so eine Haushaltsauflösung einfach nur viel Arbeit ist und einem auch, zumindest war es bei mir so, emotional einiges abverlangt.
Als mein Vater verstorben ist, habe ich dann irgendwann den ganzen Inhalt seiner Werkstatt zu mir geholt und das dann sortiert.
Mit dem ganzen Kram hätte ich bis zum Ende meiner Tage jedes Jahr unser Haus renovieren können. Meine Mutter hat sich zum Glück verkleinert, das wird dann nicht mehr so intensiv werden.
Ich weiß aber jetzt schon, das 98 Prozent der Sachen entsorgt werden. Was wichtig ist, Ihre ganzen Unterlagen obliegen sowieso meiner Verwaltung, so das ich hier schnell alles erledigt habe.
Meine Feststellung aus all dem, egal ob Umzug oder Haushaltsauflösung ist, es lohnt sich nicht bzw. nur in den seltensten Fällen, Sachen bei Kleinanzeigen oder auf einem Flohmarkt zu verkaufen.
Der zeitliche Aufwand steht nicht zum Ertrag. Keiner kauft das Geschirr, Bilder oder was auch immer. Selbst guterhaltene Möbel wird man so gut wie nicht mehr los, weder Gemeinden noch karikative Organisationen opfern die Zeit und holen das ab.
Ich habe halt auch einfach keine Lust mir die Sonntage, um die Ohren zu hauen und die Zeit auf dem Flohmarkt zu verplempern, da gehe ich lieber in den Bergen wandern.
Aktuell stellen meine Frau und ich einen Notfallordner zusammen, da kommen so Dinge rein wie:
• Bank- und Versicherungsunterlagen (Infos über Konten, Kredite, Policen)
• Impfpässe, Allergiepässe
• Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung
• Testament, bei uns reicht ein Berliner Testament mangels direkter Nachkommen, sowie eigenständige Testamente, falls man nicht der Erblasser ist.
• eine Passwortliste mit Daten über genutzte Webseiten und Internetshops, Socialmediaaccounts usw.
• Hinweise zur Bestattung
• Hinweise bei gleichzeitigen Todesfall, z. b. Verbleib der Haustiere
• etc.
KEINER WILL DEINEN SCHEI* - Wie du ausmistest, bevor du stirbst. – Reichenbacher-Verlag
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