Die Arbeitsstunde kostet in Malta oder in Tschechien gerade mal 18-20€/Stunde brutto, während hier im Schnitt 45€ Brutto anfallen. Rechne die Arbeitsstunden, das Material, die Entwicklungskosten auf das Set runter, und dann kommt man schnell zu dem Ergebnis das manche Teile hier herstellen nicht lohnt. Und das Thema ist nicht neu, schließlich wurde die DDR früher auch von vielen Führenden als „billige Werkbank“ betrachtet, als diese Teuer wurde, ging der Spaß in China weiter, und nun ist Südosteuropa und Nordafrika dran.Andi22 hat geschrieben: ↑Freitag 6. Februar 2026, 17:53Bei all den unternehmerischen Fehlentscheidungen, die das Unternehmen in die Krise geführt haben, sollte dennoch die Frage erlaubt sein, warum denn der deutsche Standort, das Stammwerk, und nicht etwa die Werke in Malta oder Tschechien geschlossen werden. Wer den Verlust von Arbeitsplätzen in Deutschland bedauert, darf die Schuld daran nicht alleine der Unternehmensführung anlasten. Selbst wenn das Geschäft gut laufen würde, wäre die Verlagerung der Produktion kaufmännisch immer noch geboten. Wäre Geobra eine AG, wäre dieser Schritt womöglich sogar schon früher erfolgt.
Hier noch ein Presseartikel:
Standort-Aus: „Playmobil hat sich verloren“ | FAZ
https://share.google/lvPJcngJd0ZcHHh7r
Aus meiner Sicht zur Betriebssituation:
Das die Mitarbeiter bei Geobra schlecht Gewerkschaftlich Organisiert ist, hängt mit der Abwehrhaltung von HOB zusammen, der Gewerkschaften Kritisch gegenüberstand, und noch Kritischer wurde, als die IG Metall anfing die Mitarbeiter zu organisieren, während die Geschäftsleitung dann die IG Holz und Kunststoff (inzwischen IG BCE) in der Firma zu etablieren. Damit ist die Verwirrung und der Zwist in der eigenen Firma perfekt.
Neue Mitarbeiter, welche es ja in den letzten 15 Jahren an Masse bei Geobra gibt, schreckt eine solch unsichere Betriebssituation ab, sich überhaupt Gewerkschaftlich zu organisieren. Heuer ist die Gewerkschaft bei Geobra ein Tiger ohne Zähne, eher noch ein Schmusekater.
LG
Lukas
