Rikos Geschichte

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Nordmann
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Re: Rikos Geschichte

Beitrag von Nordmann » Di Nov 14, 2017 12:36

Zeit der Völkerwanderungen und Einfluss der Wikinger (allenfalls Abstecher in die neue Welt Teil 0: Neufundland)
Na,- das nenne ich doch mal ein Thema !!!

:kavalier
...die Straße gleitet fort und fort,...
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Markus76
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Re: Rikos Geschichte

Beitrag von Markus76 » Di Nov 14, 2017 14:56

Sehr schöne Bilder von oben auf die weite Schneelandschaft.
Grossartig :great
Gruß, Markus :kavalier
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Bestcatever
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Re: Rikos Geschichte

Beitrag von Bestcatever » Di Nov 14, 2017 15:25

Super Bilder im Schnee!!! :zehn :zehn :zehn

Dann hoff' ich mal, daß die Geschicht für den Elch, den einsamen Wanderer und die Wölfe gut ausgeht! :pfeif Schließlich sind wir hier doch bei Playmobil, oder?! :grinsen
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Riko
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Re: Rikos Geschichte

Beitrag von Riko » Sa Nov 25, 2017 16:52

...wie genau das mit den Wölfen am See ausgegangen ist weiss niemand, es gab auch nicht wirklich Zeugen, die je darüber wirklich hätten berichten können. So bleibt die Sage...

Der Sage nach haben die Wölfe den Angriff abgebrochen und ein Bündnis mit Riko geschlossen - Leben und leben lassen. So sei es. Auf ewig. Damit ist der Wolf das Stammtier von Rikos Sippe geworden und es auch durch die Jahrhunderte geblieben. Darüberhinaus hat sich Riko hier niedergelassen. Wo genau die anderen Mitglieder der Sippe herkamen ist ebenfalls nicht überliefert aber ca. 2000 vor Christus bis ca. 1000 vor Christus gab es hier in der Gegend zahlreiche kleine Pfahlbauersiedlungen wie die, in der die Sippe von Riko haust.
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Vom Ufer aus über einen Steg zu erreichen, der meistens bewacht oder unterbrochen ist, ist die Pfahlbausiedlung am Rande des kleinen Waldsees gut geschützt. Stege verbinden auch die einzelnen Hütten miteinander. Holz liefern die Wälder in Fülle, die Zwischenräume sind mit Lehm ausgeschmiert. Abfälle und sonstiges kann im See abtauchen, der über diverse Bergbäche Zuläufe hat und am Westende einen Ablauf. Für Frischwasser ist also auch gesorgt, aufgrund der Schwärze des Wassers holt man das aber lieber aus einem der Zuläufe.
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Mit dem Speer lassen sich Barsche aus dem See holen, man muss sie aber genau beim Auftauchen erwischen, da man sie im schwarzen Wasser sonst nicht sieht. Im Hintergrund werden Tauschgeschäfte abgewickelt.
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Zum Mittagessen gibt es neben Fisch und Wild meistens Wurzelgemüse und Beeren die man umliegend sammelt. In der Gegend hat es wilde Apfel- und Birnenbäume sowie jede Menge Brombeerhecken. Diese werden nicht unbedingt gerodet sondern bilden am Uferrand einen natürlichen Zaun, der Eindringlinge entweder abhält oder kanalisiert.
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Vom Ufer des Sees wird Schilf geschnitten. In den eher sumpfigen Schilfrändern ist es besser im Baumrindenboot unterwegs zu sein und die Schilfbündel so zu sammeln.
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Auch Viehzucht gibt es schon, einige Geissen werden gefüttert. Sie sind mit die ersten Nutztiere hier am Ort und werden ganzheitlich verwertet. Da sie mit in den Hütten schlafen dienen sie als Kopfkissen, Wärmflaschen und wandelnde Heizung. Ihr Kot landet im Winter als Brennmaterial ebenfalls im Feuer. Aus den Hörnern werden Fibeln und Nadeln sowie Angelhaken gewonnen. Fleisch wird gegessen, die Milch getrunken (auch vergoren als eine Art Cocktail). Aus den Fellen lassen sich für den Winter die besten Handschuhe und Schuhe machen, selbst die Knochen werden noch gemahlen oder zu Kunstobjekten geschnitzt.
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Alles in allem macht Rikos Dorf einen wirklich friedlichen Eindruck!
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Re: Rikos Geschichte

Beitrag von Ischade » Sa Nov 25, 2017 18:18

Eine interessante Geschichte und eine echt schöne Kulisse!
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JTD
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Re: Rikos Geschichte

Beitrag von JTD » Sa Nov 25, 2017 19:12

Riko,

das Dio mit der Pfahlbauten-Siedlung und Deine Geschichte dazu sind absolut großartig geworden!

:great :zehn :great
Schöne Grüße,
Jörg

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Re: Rikos Geschichte

Beitrag von Bestcatever » Sa Nov 25, 2017 21:46

:zehn :zehn :zehn Traumhafte Pfahlbausiedlungmit tollen Figuren und lieben Wölfen!!! :zehn :zehn :zehn

Besonders die Sage über die Wölfe und Rikos Sippe gefällt mir sehr gut!!! :great :great :great

So macht Geschichte Spaß... :hop :rockcool :klatsch2
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Re: Rikos Geschichte

Beitrag von Daniela » Di Nov 28, 2017 11:03

Klasse! :great
Mein Playmobil Opernhaus und vieles mehr:
https://get.google.com/albumarchive/102 ... 5573914508
Viel Spaß!
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Re: Rikos Geschichte

Beitrag von Aine » Di Nov 28, 2017 13:35

Hi Riko,

schön, dass ihr wieder Zeit gefunden habt, mit eurer Geschichte voran zu kommen. Sehr schöne Bilder! :great Mir gefällt gut, dass ihr die Stege erhöht habt, sieht man sonst do nicht und ich mag die braun Töne der Figuren.
Noch viel Spass beim Spielen :wink !
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Re: Rikos Geschichte

Beitrag von Markus76 » Di Nov 28, 2017 15:13

Die Pfahlbausiedlung ist wirklich super geworden (auch der Hintergrund) :zehn

Und die Figuren gefallen mir auch sehr gut.
Ich mag auch diese Brauntöne :great
Gruß, Markus :kavalier
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Re: Rikos Geschichte

Beitrag von Nordmann » Di Nov 28, 2017 15:20

Ganz toll in Szene gesetzt,

wunderbare Bilder und großartige Umsetzung

bei den gesteckten playmobil Figuren !

Auch die Siedlung mit dem alten Indianer Kanu als Einbaum, einfach Klasse!

:kavalier
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Re: Rikos Geschichte

Beitrag von Jolande » Di Nov 28, 2017 15:59

Das geht ja mit einer interessanten Geschichte weiter! Die Häuser gefallen mir gut, die hohen Pfahlbauten sehen klasse aus und auch die Figuren passen super! :great

Ich freue mich auf die Fortsetzung. :smile
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Re: Rikos Geschichte

Beitrag von Aquarius » Di Nov 28, 2017 17:42

Großartige Bilder! Bei dir wird die Geschichte lebendig! Außerdem ist die Geschichte nicht langweilig und etwas gelernt habe ich auch!
Danke das sie uns Zeigst

Sören
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Re: Rikos Geschichte

Beitrag von Riko » Mo Dez 11, 2017 16:20

...wir sind wieder ein paar Jahrhunderte weitergekommen. Die Pfahlbauer haben sich nach Erfindung von Bronze und anderen Materialien wieder in Richtung Land getraut. Über unseren kleinen Hügel im Aargau, die heutige Schweiz, ja ganz Europa ist das Zeitalter der Kelten gekommen. Für unseren Hügel ist das eine Blütezeit, da vor allem durch die Höhensiedlungen (vgl. Heuneburg und ähnliche) auch die Gegend hier mit Viereckschanzen gespickt wurde. So war z.B. in Sichtweite auf dem Zürcher Hausberg 'Uetliberg' sehr wahrscheinlich eine grössere solche Höhensiedlung gebaut worden. Hier auf dem gegenüberliegenden Hügelkamm enstehen um diese Zeit mehrere Viereckschanzen von Vasallen zum Hof am Uetliberg.

Die genauere Zuordnung des nachfolgend dargestellten Hofes ist eine Mischung der Späthallstattkultur, somit ist nicht nur Bronze im Spiel sondern dann auch schon Eiesn. Schwert und Dolch haben hier genauso eine Daseinsberechtigung wie Streitaxt, wir unterscheiden nicht genau zwischen Ost und West. Bauweise ähnlich, wir verbinden Langhaus mit Viereckschanze und machen eins draus. Aus diesen setzten sich dann später als Unterstamm der Kelten die Helvetier ab, quasi die Gründerväter der Schweiz. Von anderen Volksstämmen an den jeweiligen Rand der Zivilisation gedrängt ziehen diese sich aus den fruchtbareren Tälern immer mehr in die Berge zurück (in anderen Ländern wie Spanien und England eher ans Meer Richtung Portugal und Irland / Schottland).
1 schanze.JPG
Unsere Viereckschanze in der Totale, man sieht eine kleine Palisade sowie ein Tor, das bei Bedarf verbarrikadiert werden kann. Im Inneren der Schanze steht das Langhaus, das ebenfalls auch nicht nur häuslichen Zwecken dient, sondern auch bei Bedarf zum inneren Verteidigungsring wird.

2 am eingang.JPG
Am Eingang zum Tor befinden sich Wachen. Die Kelten wurden wie schon geschrieben von anderen Stämmen (meist Germanen) verdränt, d.h. sind nicht unbeding freiwillig zur Besiedlung hier gelandet und haben sich mit der lokalen Bevölkerung vermischt. Die Zeiten sind durchaus kriegerisch. Zum Glück schläft im Süden ein gewisses Rom noch als kleines Dorf vor sich hin... Wachen und Wehrbefestigungen sind also unabdingbar, falls mal wieder eine fremde Schar beutelustiger Zeitgenossen sich in der Nähe zeigen sollte. Ein Händler ist soeben angekommen und bittet um Einlass. Wie üblich bei solchen Gelegenheiten gibt es auch bereits Interessent(inn)en an der Ware...

3 das tor.JPG
...ob wohl auch das Bärenjunge zu verkaufen ist? Der Sprössling des Hofes hat sich auf jeden Fall schon mal mit ihm angefreundet.

4 das langhaus.JPG
Das Langhaus selbst wäre fast einen eigenen Thread Wert, dazu fehlen uns aber die Bauteile... Im Erdgeschoss ist der grosse Raum zweigeteilt. Vorne um die zentrale Feuerstelle herum ist die Ratsstube in der der Hofherr seine umliegenden Freunde und Verwandte empfängt. Hier wird beraten und entschieden aber auch gekocht und gefeiert. Im hinteren Teil kann Vieh eingestellt werden. Die Wärme des Feuers und des Viehs zieht nach oben und wärmt die dort angesiedelte Schlafgalerie.

5 der fürst.JPG
Der Fürst ist zu Gast und wird vom Hofherrn empfangen

6 die jaeger.JPG
Im Hintergrund bereiten sich die Jäger auf den nächsten Streifzug vor. Gejagt wird vornehmlich mit Pfeil und Bogen, Speer und Hunden. Die Wälder sind nach wie vor üppig ausgestattet mit Wild. In der nahen Limmat gibt es auch Fischfang, allerdings ist der Weg von der Höhensiedlung ans Ufer und wieder zurück inklusive Angeln jeweils eine Tagesbeschäftigung. Schneller und angenehmer ist da doch Wildbret.



Anmerkung: wir haben hier 'ausnahmsweise' mal mit Sys X gebaut. Der 'Werkstoff' ist uns nicht so vertraut wie das geliebte Steck-System. Wir haben auch hier wieder die Auflage genommen, dass es 'Museumsgetreu' aufgebaut sein soll, d.h. das Dio und die darum rankende Handlung / Geschichte auf 40 x 80 cm 'grepresst'. Wahrscheinlich könnte man hier noch mehr machen, das Langhaus noch länger, einen Ofen irgendwo im Wald, die Viereckschanze in die Landschaft setzen, den Handel und die Beziehungen zu anderen Kulturen zeigen, eine Beerdigung oder ein Fürstengrab darstellen...
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Re: Rikos Geschichte

Beitrag von Aegon » Mo Dez 11, 2017 17:10

Hey Riko und Kids! Da habt ihr aber ein tolles Projekt! Tolle Geschichte und super Umsetzung mittels Playmobil. Gefällt mir sehr gut. Diesen Thread werde ich gespannt weiter verfolgen.

Gruss eines Helvetier-Nachkommen aus eurer Region.
Aegon