Umsatz 2024/2025

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Playmobilize
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Re: Umsatz 2024/2025

Beitrag von Playmobilize » Freitag 15. Mai 2026, 14:07

Ich wündere mich wieviel Verlust es im diesem Zeitraum gab.
Weil nur die Personal Kosten liegen über die 100 Million, daneben gibt es noch die Kosten für die Werken (u.a. Energie) und Grundstoffen.
Es seht nicht gut aus leider.
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Andi22
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Re: Umsatz 2024/2025

Beitrag von Andi22 » Freitag 15. Mai 2026, 14:10

Playmobilize hat geschrieben:
Freitag 15. Mai 2026, 14:07
Ich wündere mich wieviel Verlust es im diesem Zeitraum gab.
Weil nur die Personal Kosten liegen über die 100 Million, daneben gibt es noch die Kosten für die Werken (u.a. Energie) und Grundstoffen.
Es seht nicht gut aus leider.
Nachdem kürzlich bekannt wurde, dass vor einiger Zeit 1 Mrd. aus dem Unternehmen entfernt wurde, dürfte der Kapitalstock bald aufgebraucht sein ...
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luipold
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Re: Umsatz 2024/2025

Beitrag von luipold » Freitag 15. Mai 2026, 18:40

Junker Jörg hat geschrieben:
Freitag 15. Mai 2026, 10:58
Andi22 hat geschrieben:
Freitag 15. Mai 2026, 00:37
Die Flucht in Lizenzprodukte – also das Anhängen an fremde Marken wie Barbie oder WWF – ist oft ein Zeichen unternehmerischer Kapitulation. Aus praxeologischer Sicht kann dies den Abwärtstrend aus folgenden Gründen nicht dauerhaft stoppen:
Naja, Lego scheint mit seinen Lizenzen recht erfolgreich zu sein. So generell scheint das nicht zu gelten. Oder?

:jj
Naja, Starwars und Herr der Ringe kann man ja auch nicht mit WWE, Ghostbusters, Scooby Doo vergleichen!
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Re: Umsatz 2024/2025

Beitrag von MaxEmil » Samstag 16. Mai 2026, 07:33

Andi22 hat geschrieben:
Freitag 15. Mai 2026, 14:00
Lego hat mit seinem Fokus auf Lizenzen die Tür für die Konkurrenz von Bluebrixx & Co. weit aufgestoßen. Die machen jetzt ein gutes Geschäft mit dem was Lego eigentlich Mal ausmachte, dem kreativen Bauen. Es ist wie ich geschrieben habe, die Lizenzen gleichen kurz bis mittelfristig vieles aus, aber langfristig geht der Markenkern damit verloren, die Konkurrenz gewinnt an Marktanteilen.
Ich würde natürlich niemals anzweifeln was du schreibst, immerhin lässt du keinen Platz für Alternativen, sind also wohl Fakten!?
Zu bedenken möchte ich dennoch geben das so ziemlich jeder der Lego-Konkurrenten ebenfalls verschiedene Lizenzthemen im Sortiment hat, die die es nicht haben wie z.B. Mould King, die kopieren einfach schamlos Designs ganz ohne Lizenz. Schleich? Lizenzen! Mattel, Hasbro usw. sowieso, wenn man durch die Regale der Spielwarengeschäfte geht sieht man überall Lizenzthemen, von den ganz großen Playern genauso wie von den Billig-Herstellern.
Alles Quatsch und die sollten sich alle auf ihre Kernthemen konzentrieren?

Wenn ich durch die Klassenzimmer, Kindergärten und Spielzimmer in die ich so Einblick habe schaue, da kommen die Lizenzen gut an und wenn ich mir Playmobil anschaue, die müssen doch die Türe zur Sichtbarkeit erstmal wieder auf bekommen die sie mit Gewalt über Jahre zugedrückt haben, da scheinen mir Lizenzen die die zahlenden Eltern ansprechen weil sie die Themen mit ihrer glücklichen Kindheit verbinden nicht so abwegig. Das verbunden mit ein paar aktuellen Lizenzen für Kinder und das restliche Sortiment rückt eventuell auch wieder in den Fokus, vielleicht.

Ich persönlich sehe die Ursache der Probleme ja wo anders bzw. genau gegensätzlich, bei der Firmenführung sehe ich leider keine große Chance mehr daß wir erfahren werden was wirklich zur Rettung führt oder führen würde :klonk

Andi22 hat geschrieben:
Freitag 15. Mai 2026, 14:10
Nachdem kürzlich bekannt wurde, dass vor einiger Zeit 1 Mrd. aus dem Unternehmen entfernt wurde, dürfte der Kapitalstock bald aufgebraucht sein ...
Scheint so und hat einen ziemlich bitteren Beigeschmack, besonders bei dem Geschwätz der letzten Pressemeldungen!
Die Galerie des Grauens:
MaxEmil's Verbrechen an den Klickys
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Andi22
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Re: Umsatz 2024/2025

Beitrag von Andi22 » Samstag 16. Mai 2026, 19:34

MaxEmil, wir reden hier aneinander vorbei, weil wir unterschiedliche Zeithorizonte anlegen. Dein Blick auf das „Regal im Laden“ ist eine Momentaufnahme, während ich auf die strukturelle Integrität des Unternehmens blicke.

- Scheinbare Nachfrage vs. substanzielle Wertschöpfung: Nur weil eine Lizenz heute im Kinderzimmer landet, bedeutet das nicht, dass das Unternehmen langfristig gesund ist. Wenn ich als Hersteller von einem „strahlenden“ Markennamen abhängig bin, um mein eigenes Produkt überhaupt noch aus dem Regal zu bekommen, habe ich die Hoheit verloren. Der Konsument kauft die Lizenzfigur, nicht die Qualität der Marke. Sobald der Lizenzgeber die Gebühren erhöht oder die Partnerschaft beendet, kollabiert das Geschäftsmodell. Das ist keine unternehmerische Strategie, das ist Frondienst.

- Der Vergleich mit Kopisten: Du führst Mould King oder andere als Gegenbeispiel an. Das sind keine Akteure, die in derselben Liga wie eine Traditionsmarke spielen, die als Innovationsführer gestartet ist. Ein Unternehmen, das einst Normen gesetzt hat, darf sich nicht für seinen Erfolg damit rechtfertigen, dass „die anderen es ja auch tun“ oder „die Billig-Konkurrenz noch schlimmer ist“. Wer sich auf das Niveau der Kopisten herablässt, indem er den Markenkern vernachlässigt, hat den Wettlauf um die Innovation bereits verloren.

- Nostalgie ist kein Geschäftsmodell: Deine Beobachtung, dass Eltern Lizenzen kaufen, die sie mit ihrer Kindheit verbinden, ist ein klassisches psychologisches Phänomen. Aber das ist der „letzte Ritt“ einer sterbenden Marke. Man zehrt vom Kapital der Vergangenheit, statt neues Vertrauen durch exzellente Produkte aufzubauen. Wenn die Kinder von morgen keine eigene emotionale Bindung zur Marke selbst aufbauen – losgelöst von der gekauften Barbie- oder Filmfigur –, dann stirbt die Marke mit ihrer Elterngeneration aus.

- Kapitalabzug als Offenbarungseid: Das ist der entscheidende Punkt. Wenn man 1 Milliarde aus der Firma zieht, während man gleichzeitig beim Produkt „spart“ (durch Lizenzen statt eigener Forschung), zeigt das, dass die Führung weder an die Zukunft des Unternehmens glaubt noch den Willen hat, den Kampf gegen die Konkurrenz ernsthaft aufzunehmen. Man schöpft den Wert ab, solange er noch da ist. Wer so handelt, baut keine Weltmarke mehr, sondern wickelt ein Erbe ab.

Kurz gesagt: Die „Türe zur Sichtbarkeit“, die du bei Playmobil durch Lizenzen wieder öffnen willst, führt oft nur in eine Sackgasse, aus der man als „Marke“ nicht mehr eigenständig herauskommt, sondern nur noch als Anhängsel fremder Medienkonzerne existiert. Das ist ökonomisch gesehen der Weg in die Bedeutungslosigkeit.
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Junker Jörg
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Re: Umsatz 2024/2025

Beitrag von Junker Jörg » Samstag 16. Mai 2026, 21:19

Andi22 hat geschrieben:
Freitag 15. Mai 2026, 14:00
Lego hat mit seinem Fokus auf Lizenzen die Tür für die Konkurrenz von Bluebrixx & Co. weit aufgestoßen. Die machen jetzt ein gutes Geschäft mit dem was Lego eigentlich Mal ausmachte, dem kreativen Bauen. Es ist wie ich geschrieben habe, die Lizenzen gleichen kurz bis mittelfristig vieles aus, aber langfristig geht der Markenkern damit verloren, die Konkurrenz gewinnt an Marktanteilen.
Ist das bei den Noppensteinen wirklich so? Korrigiere bitte, wo ich irre, aber soweit ich weiß...
...war Lego ein Kindersystemspielzeug ("Markenkern") - und wäre mit der Fokussierung auf diese Zielgruppe beinahe untergegangen;
...hat Lego sich dann u.a. mit Lizenzen Erwachsene als Zielgruppe erobert, seinen Bankrott verhindert - und damit den Markt erst geschaffen, in den Bluebrixx und Co jetzt mit vorstoßen.

Da kann man m.E. nicht sagen, die Lizenzen hätten der Konkurrenz Tor und Tür geöffnet :nixweiss . Allerdings zeigt die Konkurrenz beeindruckend, wie man auf dem Erwachsenenmarkt auch ohne Lizenzen schöne Produkte platzieren kann. Was ich allerdings nicht kenne, sind die Umsatz- und Gewinnzahlen der Noppensteinkopierer - zumal im Vergleich zur Entwicklung bei Lego.

jj:

P.S. Wo Playmobil in meinen Augen Marktanteile liegengelassen hat, die jetzt andere übernommen haben, ist die Eisenbahn. Piko-G und Lenz Spur 0 sind neue Systeme auf dem Markt, die sich aktuell halten können, und die's vorher ned gab. Sicher hätte Playmobil niemals dieselben Leute ansprechen können, die Piko jetzt erreicht. Aber ich neige zur Vermutung: Wäre Playmobil in der Spur G beim LGB-Trafosystem geblieben, hätte sich Piko deutlich schwerer getan - und Playmobil möglicherweise heute eine Chance als Modellbaualternative für Menschen, die die Loks ihrer Kindheit heute mit ausgefeilter Digitaltechnik nochmal selber bauen wollen. Naja, mutmaßen kann man viel, es läßt sich ja weder be- noch widerlegen :kicher .
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Re: Umsatz 2024/2025

Beitrag von klicky26 » Samstag 16. Mai 2026, 21:22

@Junker Jörg da gebe ich dir recht in Bezug auf die playmobil Bahn, da hat playmobil damals geschlafen.
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Junker Jörg
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Re: Umsatz 2024/2025

Beitrag von Junker Jörg » Samstag 16. Mai 2026, 21:24

luipold hat geschrieben:
Freitag 15. Mai 2026, 18:40
Junker Jörg hat geschrieben:
Freitag 15. Mai 2026, 10:58
Andi22 hat geschrieben:
Freitag 15. Mai 2026, 00:37
Die Flucht in Lizenzprodukte – also das Anhängen an fremde Marken wie Barbie oder WWF – ist oft ein Zeichen unternehmerischer Kapitulation. Aus praxeologischer Sicht kann dies den Abwärtstrend aus folgenden Gründen nicht dauerhaft stoppen:
Naja, Lego scheint mit seinen Lizenzen recht erfolgreich zu sein. So generell scheint das nicht zu gelten. Oder?

:jj
Naja, Starwars und Herr der Ringe kann man ja auch nicht mit WWE, Ghostbusters, Scooby Doo vergleichen!
Meine Rede, Lizenzen sind nicht (wie von Andi22 vertreten) generell schlecht. Andere haben damit auch Erfolg. Man sollte aber halt die richtigen haben - und sie auch richtig umsetzen :bang1 .

jj:
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Junker Jörg
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Re: Umsatz 2024/2025

Beitrag von Junker Jörg » Samstag 16. Mai 2026, 21:41

Andi22 hat geschrieben:
Samstag 16. Mai 2026, 19:34
Nostalgie ist kein Geschäftsmodell: ...
Möglicherweise ist genau DAS der Kern des Problems: In der Nostalgie sind Lego und Playmobil lizenzfreie Kindersystemspielzeuge. Aber mit Nostalgie allein geht's halt nicht ewig weiter. Die systemspielenden Kinder (und die dieses Spiel unterstützenden Eltern) von damals gibt's heut so nicht mehr. Geld (und Zeit), die früher für's Spielen mit diesen Dingen da waren, werden heute für Unterhaltungselektronik, teure Urlaube, Fernseh- und Musikabos gebraucht. Hätte es sowas zu meiner Kindheit (zu Playmobilgründerzeiten) schon gegeben, hätte es Playmobil vielleicht auch nie so weit gebracht.

Lego hat (ich glaub, ich schrieb's schonmal) die Kurve gekriegt, weil sie sich der Kinderbausteinnostalgie zumindest ein Stück weit entledigt und neue Zielgruppen gewonnen haben. DAS hat Playmobil bis heute nicht geschafft.

Daß das Finanzgebahren der Führungsriege aktuell auch nichts erkennen läßt, das die Firma in erfolgreichere Fahrwasser führen würde, macht's ned besser- finde ich.

jj:
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Re: Umsatz 2024/2025

Beitrag von Fischkopp Claas » Sonntag 17. Mai 2026, 00:01

Was die Zusammenarbeit zwischen Playmobil und Mattel betrifft scheinen viele hier nicht zu wissen (oder vergessen zu haben) das die beiden Firmen bereits früher schon eng miteinander gearbeitet haben, nämlich als Mattel in den 1980ern Playmobillizenznehmer für die USA und Mexiko war. Ich für meinen Teil finde es vollkommen natürlich das jetzt bei neuen Lizenzen wieder an alte Geschäftskontakte von damals angeknüpft wird.
Exegi monumentum aere perennius Horaz
Ein Denkmal schuf ich, dauerhafter als Erz.

Ein Fisch sie zu knechten... :lol Fischkopp Claas
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Andi22
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Re: Umsatz 2024/2025

Beitrag von Andi22 » Sonntag 17. Mai 2026, 01:48

Junker Jörg hat geschrieben:
Samstag 16. Mai 2026, 21:41
Andi22 hat geschrieben:
Samstag 16. Mai 2026, 19:34
Nostalgie ist kein Geschäftsmodell: ...
Möglicherweise ist genau DAS der Kern des Problems: In der Nostalgie sind Lego und Playmobil lizenzfreie Kindersystemspielzeuge. Aber mit Nostalgie allein geht's halt nicht ewig weiter. Die systemspielenden Kinder (und die dieses Spiel unterstützenden Eltern) von damals gibt's heut so nicht mehr. Geld (und Zeit), die früher für's Spielen mit diesen Dingen da waren, werden heute für Unterhaltungselektronik, teure Urlaube, Fernseh- und Musikabos gebraucht. Hätte es sowas zu meiner Kindheit (zu Playmobilgründerzeiten) schon gegeben, hätte es Playmobil vielleicht auch nie so weit gebracht.

Lego hat (ich glaub, ich schrieb's schonmal) die Kurve gekriegt, weil sie sich der Kinderbausteinnostalgie zumindest ein Stück weit entledigt und neue Zielgruppen gewonnen haben. DAS hat Playmobil bis heute nicht geschafft.

Daß das Finanzgebahren der Führungsriege aktuell auch nichts erkennen läßt, das die Firma in erfolgreichere Fahrwasser führen würde, macht's ned besser- finde ich.

jj:
Das kommt dabei herum, wenn man ein Zitat komplett aus dem Zusammenhang reißt und auf 3 Wörter verkürzt. Ich sprach von 80er-Jahre Filmlizenzen, wie Ghostbusters, die in ein paar Jahren nicht mal mehr dem Namen nach von irgendjemand zielgruppenrelevanten gekannt werden.
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Andi22
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Re: Umsatz 2024/2025

Beitrag von Andi22 » Sonntag 17. Mai 2026, 02:17

Junker Jörg hat geschrieben:
Samstag 16. Mai 2026, 21:19
Andi22 hat geschrieben:
Freitag 15. Mai 2026, 14:00
Lego hat mit seinem Fokus auf Lizenzen die Tür für die Konkurrenz von Bluebrixx & Co. weit aufgestoßen. Die machen jetzt ein gutes Geschäft mit dem was Lego eigentlich Mal ausmachte, dem kreativen Bauen. Es ist wie ich geschrieben habe, die Lizenzen gleichen kurz bis mittelfristig vieles aus, aber langfristig geht der Markenkern damit verloren, die Konkurrenz gewinnt an Marktanteilen.
Ist das bei den Noppensteinen wirklich so? Korrigiere bitte, wo ich irre, aber soweit ich weiß...
...war Lego ein Kindersystemspielzeug ("Markenkern") - und wäre mit der Fokussierung auf diese Zielgruppe beinahe untergegangen;
...hat Lego sich dann u.a. mit Lizenzen Erwachsene als Zielgruppe erobert, seinen Bankrott verhindert - und damit den Markt erst geschaffen, in den Bluebrixx und Co jetzt mit vorstoßen.

Da kann man m.E. nicht sagen, die Lizenzen hätten der Konkurrenz Tor und Tür geöffnet :nixweiss . Allerdings zeigt die Konkurrenz beeindruckend, wie man auf dem Erwachsenenmarkt auch ohne Lizenzen schöne Produkte platzieren kann. Was ich allerdings nicht kenne, sind die Umsatz- und Gewinnzahlen der Noppensteinkopierer - zumal im Vergleich zur Entwicklung bei Lego.

jj:

P.S. Wo Playmobil in meinen Augen Marktanteile liegengelassen hat, die jetzt andere übernommen haben, ist die Eisenbahn. Piko-G und Lenz Spur 0 sind neue Systeme auf dem Markt, die sich aktuell halten können, und die's vorher ned gab. Sicher hätte Playmobil niemals dieselben Leute ansprechen können, die Piko jetzt erreicht. Aber ich neige zur Vermutung: Wäre Playmobil in der Spur G beim LGB-Trafosystem geblieben, hätte sich Piko deutlich schwerer getan - und Playmobil möglicherweise heute eine Chance als Modellbaualternative für Menschen, die die Loks ihrer Kindheit heute mit ausgefeilter Digitaltechnik nochmal selber bauen wollen. Naja, mutmaßen kann man viel, es läßt sich ja weder be- noch widerlegen :kicher .
Bei dem Vergleich Playmobil vs. Lego muss man auch einmal anmerken, dass dieser aus betriebewirtschaftlicher Sicht hinkt, weil hier mit ungleichen Waffen gekämpft wird. Während Lego für ein Lizenzthema kaum neue Spritzgussformen produzieren muss, weil die Steine immer die gleichen sind und es höchstens einer sehr überschaubaren Anzahl an Spezialteilen bedarf, muss Playmobil bei Lizenzthemen für fast alles eine neue Form herstellen, die man hinterher nie wieder gebrauchen kann. Ohne dass ich die Bücher kenne fürchte ich, dass selbst sehr starke Lizenzen wie Dragons alleine aufgrund dieses Umstands unter Strich ein Minusgeschäft waren ...
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