Fredeswinds Märchenschatztruhe

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Fredeswind
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Der alte Zauberer und seine Kinder (Ludwig Bechstein)

Beitrag von Fredeswind » Fr Apr 16, 2010 9:18

Der alte Zauberer und seine Kinder

(frei nach Ludwig Bechstein)


Es lebte einmal ein böser Zauberer, der hatte vorlängst zwei zarte Kinder geraubt, einen Knaben und ein Mägdelein, mit denen er in einer Höhle ganz einsam und einsiedlerisch hauste. Diese Kinder hatte er, Gott sei's geklagt, dem Bösen zugeschworen. Seine schlimme Kunst übte er aus einem Zauberbuche, das er als seinen besten Schatz verwahrte.


Zauberer 02.JPG


Wenn es nun aber geschah, dass der alte Zauberer sich aus seiner Höhle entfernte und die Kinder allein in derselben zurückblieben, so las der Knabe, welcher den Ort erspäht hatte, wo der Alte das Zauberbuch verbarg, darin. Er lernte daraus gar manchen Spruch und manche Formel der Schwarzkunst. So lernte er selbst gar trefflich zaubern.

Zauberer 03.JPG


Weil nun der Alte die Kinder nur selten aus der Höhle ließ, und sie gefangen halten wollte bis zu dem Tage, wo sie dem Bösen zum Opfer fallen sollten, so sehnten sie sich um so mehr von dannen, berieten miteinander, wie sie heimlich entfliehen wollten.

Zauberer 04.JPG


Eines Tages nun, als der Zauberer die Höhle sehr zeitig verlassen hatte, sprach der Knabe: „Jetzt ist es Zeit, Schwesterlein! Der böse Mann, der uns so hart gefangen hält, ist fort. So wollen wir uns jetzt aufmachen und von dannen gehen, soweit uns unsere Füße tragen.“ Dies taten die Kinder, gingen fort und wanderten den ganzen Tag.

Zauberer 05.JPG
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Zuletzt geändert von Fredeswind am Fr Apr 16, 2010 9:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Fredeswind » Fr Apr 16, 2010 9:28

Als es nun gegen den Nachmittag kam, war der Zauberer nach Hause zurückgekehrt und hatte sogleich die Kinder vermisst. Alsobald schlug er sein Zauberbuch auf und las darin, nach welcher Gegend die Kinder gegangen waren, da hatte er sie wirklich fast eingeholt. Die Kinder vernahmen schon seine zornig brüllende Stimme und die Schwester war voller Angst und Entsetzen und rief: „Bruder, Bruder! Nun sind wir verloren. Der böse Mann ist schon ganz nahe!“

Zauberer 06.JPG


Da wandte der Knabe seine Zauberkunst an, die er aus dem Buche gelernt hatte. Alsbald wurde seine Schwester zu einem Fisch und er selbst wurde zu einem großen Teich, in welchem das Fischlein munter herumschwamm.

Zauberer 07.JPG


Wie der Alte an den Teich kam, merkte er wohl, dass er betrogen worden war, brummte ärgerlich: „Wartet nur, wartet nur, euch fange ich doch!“, und lief spornstreichs nach seiner Höhle zurück, ein Netz zu holen, um den Fisch darin zu fangen.

Zauberer 08.JPG


Wie er aber von hinnen war, wurden aus dem Teich und Fisch wieder Bruder und Schwester. Die bargen sich gut und schliefen aus. Am anderen Morgen wanderten sie weiter und wanderten wieder den ganzen Tag.

Zauberer 09.JPG


Als der böse Zauberer mit seinen Netzen an die Stelle kam, die er sich wohl gemerkt hatte, war kein Teich mehr zu sehen, sondern es lag eine grüne Wiese da, in der es wohl Frösche, aber keine Fische gab. Da wurde er noch zorniger als zuvor. Er warf sein Netz hin und verfolgte weiter die Spur der Kinder, die ihm nicht entging, denn er trug einen Zauberstab in der Hand, welcher ihm den richtigen Weg zeigte.

Zauberer 10.JPG
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baubob
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Beitrag von baubob » Di Apr 20, 2010 1:11

Echt Klasse
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schnoogebelz
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Beitrag von schnoogebelz » Di Apr 20, 2010 14:56

Ui...! Dieses Märchen kenne ich auch noch nicht, Irmi :oops
Der Anfang liest sich schon mal sehr spannend und die Bilder sind wie immer erste Sahne :great

Ich freue mich schon darauf, wenn es weiter geht :dank1 :dank1

Viele Grüße,
Marco
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Beitrag von Fredeswind » Mo Apr 26, 2010 7:32

@baubob: :dank1 :dank1 :oops :oops


schnoogebelz hat geschrieben:Ui...! Dieses Märchen kenne ich auch noch nicht, Irmi :oops
Der Anfang liest sich schon mal sehr spannend und die Bilder sind wie immer erste Sahne :great

Ich freue mich schon darauf, wenn es weiter geht :dank1 :dank1

Viele Grüße,
Marco


:dank1 :dank1 :oops :oops

Gleich geht es weiter!

LG von der Märchenfee Fredeswind :fee
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Beitrag von Fredeswind » Mo Apr 26, 2010 7:40

Als es Abend war, hatte er die wandernden Kinder beinahe wieder eingeholt. Sie hörten ihn schon schnauben und brüllen. Die Schwester rief wieder: „Bruder, Bruder! Jetzt sind wir verloren. Der böse Feind ist dicht hinter uns!“

Zauberer 11.JPG


Da sprach der Knabe wiederum einen Zauberspruch, den er aus dem Buche gelernt hatte. Da ward aus ihm eine Kapelle am Wegrand und aus dem Mägdlein eine schönes Altarbild in der Kapelle.

Zauberer 12.JPG


Wie nun der Zauberer an die Kapelle kam, merkte er wohl, dass er abermals geäfft war. Fürchterlich brüllend lief er um diese herum, durfte sie aber nicht betreten, weil das im Pakt der Zauberer mit dem Bösen stand, dass sie niemals eine Kirche oder Kapelle betreten durften.

Zauberer 13.JPG


„Darf ich dich auch nicht betreten, so will ich dich doch mit Feuer anstoßen und auch zu Asche brennen.!“, schrie der Zauberer und rannte fort, sich aus seine Höhle Feuer zu holen.

Zauberer 14.JPG


Während er nun fast die ganze Nacht hindurch rannte, wurden aus der Kapelle und dem schönen Altarbild wieder Bruder und Schwester. Auch am dritten Morgen wanderten sie weiter und wanderten den ganzen Tag, während der Zauberer, der einen weiten Weg hatte, ihnen auf's Neue nachsetzte.

Zauberer 15.JPG


Als er mit seinem Feuer dahin kam, wo die Kapelle gestanden hatte, stieß er mit der Nase an einen großen Steinfelsen, der sich nicht zu Asche verbrennen ließ. Dann rannte mit wütenden Sprüngen auf der Spur der Kinder weiter.

Zauberer 16.JPG
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Beitrag von Fredeswind » Mo Apr 26, 2010 7:45

Gegen Abend war er ihnen nun ganz nahe. Zum dritten Mal zagte die Schwester und gab sich verloren. Aber der Knabe sprach wieder einen Zauberspruch, den er aus dem Buche gelernt hatte.

Zauberer 21.JPG


Da ward er eine harte Tenne, darauf die Leute dreschen, und sein Schwesterlein in ein Körnlein verwandelt, das wie verloren auf der Tenne lag. Als der böse Zauberer herankam, sah er wohl, dass er zum dritten Mal geäfft war, besann sich aber nicht lange, lief auch nicht erst wieder nach Hause, sondern sprach auch einen Spruch, den er aus dem Buche gelernt hatte.

Zauberer 18.JPG


Da ward der Zauberer in einen Hahn verwandelt, der schnell auf das Gerstenkorn zulief, um es aufzupicken.

Zauberer 19.JPG


Aber der Knabe sprach auch noch einmal einen Zauberspruch, den er aus dem Buche gelernt hatte. Da wurde er schnell ein Fuchs, packte den Hahn, ehe er noch das Gerstenkorn aufgepickt hatte und biss ihm den Kopf ab. Da hatte der Zauberer, wie das Märlein, gleich ein Ende.

Zauberer 20.JPG


ENDE
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Beitrag von erwinius » Mo Apr 26, 2010 8:49

Hallooooooooooooooo Irmi.... :grinsen

Wuuuuuuuuuuuuuunderschön!!!!!! :klatsch2 :klatsch2
Dieses Märchen hatte ich nur noch ganz ganz schwach in Erinnerung....

Deine Darstellungen sind wieder ganz einmalig! :bang1 Die Szene mit der Kapelle gefällt mit sehr gut, wirklich äusserst liebevoll gestaltet!

Die Märchen so zu sehen und zu lesen macht wirklich viel Freude!!!

Liebe Grüsse aus Helvetien :dank1
Erwinius
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GENERAL BRAGG
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Beitrag von GENERAL BRAGG » Mo Apr 26, 2010 11:35

:dank1 :bang1 :smile

sehr spannend, beser als Hitchcock auf jeden fall :grinsen

lg GB :smile
Die Staaten des Südens auf Dein Gebot
erhoben sich aus Unterdrückung und Not,
geleitet durch Deine mächtige Hand,
preisen Millionen deinen Namen im Land.
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Beitrag von schnoogebelz » Mo Apr 26, 2010 14:47

Hallo Irmi,

Vielen Dank für dieses tolle Märchen :dank1 , dass ich bis dato noch nicht kannte :oops

Die Bilder sind wie immer Top und auch die Präsentation ist dir wieder hervorragend gelungen :bang1 :bang1

Ich freue mich schon auf das nächste Märchen :dank1
Du machst das Klasse :great

LG,
Marco
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Beitrag von Fredeswind » Mi Mai 12, 2010 12:53

@ erwinius: :dank1 :dank1 für dein Kompliment! Freut mich, dass die Märchen weiter gefallen. :oops :oops

@ :dank1 :dank1 General Bregg: Ich glaube mit Hitchcock wurden weder die Brüder Grimm noch Ludwig Bechstein jemals verglichen. :grinsen :oops :oops

@ schnoogebelz: :dank1 :dank1 für dein großes Lob. :oops :oops Bei so vielen Märchen kein Wunder, dass hie und da mal ein unbekannteres auftaucht. :pfeif

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Vauban
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Beitrag von Vauban » Do Mai 13, 2010 19:02

Ich reih' mich ebenfalls zu denen, die dieses Märchen nicht kennen. :oops Aber es wurde wieder sehr schön ins Bild umgesetzt. Vielen Dank :dank1

Viele Grüße

Vauban
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Beitrag von Fredeswind » Di Mai 18, 2010 14:05

Vauban hat geschrieben:Ich reih' mich ebenfalls zu denen, die dieses Märchen nicht kennen. :oops Aber es wurde wieder sehr schön ins Bild umgesetzt. Vielen Dank :dank1

Viele Grüße

Vauban

:dank1 :dank1 :oops :oops

Man kann ja nicht immer nur gängige Märchen bringen, das wird ja sonst langweilig. :oops

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Rapunzel (Brüder Grimm)

Beitrag von Fredeswind » Di Mai 18, 2010 14:10

Rapunzel

(frei nach den Brüdern Grimm)


Es war einmal ein Mann und eine Frau, die wünschten sich schon lange vergeblich ein Kind. Endlich machte sich die Frau Hoffnung, der liebe Gott werde ihren Wunsch erfüllen.

Rapunzel 01.JPG


Die Leute hatten in ihrem Hinterhaus ein kleines Fenster, daraus konnte man in einen prächtigen Garten sehen, der voll der schönsten Blumen und Kräuter stand.

Rapunzel 02.JPG


Er war aber von einer hohen Mauer umgeben und niemand wagte hineinzugehen, weil er einer Zauberin gehörte, die große Macht hatte und von aller Welt gefürchtet ward.

Rapunzel 04.JPG


Eines Tages stand die Frau an diesem Fenster und sah in den Garten hinab, da erblickte sie ein Beet, das mit den schönsten Rapunzeln bepflanzt war. Sie sahen so frisch und grün aus, dass sie lüstern ward und das größte Verlangen empfand, davon zu essen.

Rapunzel 05.JPG


Das Verlangen nahm jeden Tag zu und da sie wusste, dass sie keine davon bekommen konnte, so viel sie ganz ab, sah blass und elend aus.

Rapunzel 07.JPG
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Rapunzel (Brüder Grimm)

Beitrag von Fredeswind » Di Mai 18, 2010 14:16

Da erschrak der Mann und fragte: „Was fehlt dir liebe Frau“ „Ach!“, antwortete sie, „wenn ich keine Rapunzeln aus dem Garten hinter unserem Hause zu essen kriege, so sterbe ich.“

Rapunzel 08.JPG


Der Mann, der sie lieb hatte dachte: „Eh du deine Frau sterben lässest, holst du ihr von den Rapunzeln. Es mag kosten, was es will.“

Rapunzel 09.JPG


In der Abenddämmerung stieg er also über die Mauer in den Garten der Zauberin.

Rapunzel 10.JPG


Er stach in aller Eile eine Handvoll Rapunzeln und brachte sie seiner Frau.

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Sie machte sich sogleich Salat daraus und aß ihn voller Begierde auf. Sie hatten ihr aber so gut, so gut geschmeckt, dass sie den andern Tag noch dreimal soviel Lust bekam.

Rapunzel 12.JPG


Sollte sie Ruhe haben, so musste der Mann noch einmal in den Garten steigen. Er machte sich also wieder in der Abenddämmerung wieder hinab. Als er aber herabgeklettert war, erschrak er gewaltig, denn er sah die Zauberin stehen.

Rapunzel 13.JPG


„Wie kannst du es wagen“, sagte sie mit zornigem Blick, „in meinen Garten zu steigen und wie ein Dieb mir die Rapunzeln zu stehlen. Das soll dir schlecht bekommen!“ „Ach“, antwortete er, „lasst Gnade vor Recht ergehen. Ich habe mich nur aus Not entschlossen: meine Frau hat Eure Rapunzeln aus dem Fenster erblickt und empfindet ein so großes Gelüste, dass sie sterben würde, wenn sie nicht davon zu essen bekäme.“

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Da ließ die Zauberin in ihrem Zorne nach und sprach zu ihm: „Verhält es sich so, wie du sagst, so will ich dir gestatten, Rapunzeln mitzunehmen, so viel du willst. Allein ich mache eine Bedingung: du musst mir das Kind geben, das dein Frau zu Welt bringen wird. Es soll ihm gut gehen und ich will für es sorgen wie eine Mutter.“ Der Mann sagte in der Angst alles zu.

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