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von Junker Jörg » Sonntag 23. August 2026, 16:52
Während im Keller der Lack trocknet, ein paar technische Infos zu so einer Hydrophore. Die Idee dahinter ist, daß Pumpe und Wasserstrahle nicht direkt gekoppelt sind.
Bei einer Kübelspritze, Wasserpistole oder Spritze ist es ja so, daß der Kolbendruck direkt zum Wasserstoß führt. Bei so einem kleinen Gerät ist das auch kein Problem. Diese großen Handfeuerspritzen wurden aber von vier Mann bedient. Da ist es schon schwieriger, dafür zu sorgen, daß sie hinten alle pumpen, wenn vorn Wasser kommen soll - und aufhören, wenn man grad keines braucht.
Also gab's in der Spritze (unter dem Holzverdeck und daher im Modell nicht sichtbar) einen großen, runden Behälter, der mit Luft gefüllt war. Luft läßt sich zusammendrücken (Wasser tut das nicht) => wenn man mit der Pumpe das Wasser statt direkt in den Schlauch erstmal in diesen Behälter pumpt, dann füllt der sich mit Wasser, der Luftdruck auf das Wasser nimmt zu => am Ende preßt der Luftdruck das Wasser in den Schlauch zur Spritze. Da die Luft "flexibel" ist, kann die Pumpe weiter Wasser in den Behälter pumpen, auch wenn vorne keines abgegeben wird. Wenn die Pumper dann Pause machen, weil grad kein Wasser gebraucht wird, dann genügt der Luftdruck im Behälter erstmal, um sofort für Wasser am Strahlrohr zu sorgen, wenn wieder welches gebraucht wird. Der Wasserdruck gleicht eine Zeitlang aus, bis die Männer wieder mit dem Pumpen beginnen.
Dieses Konstrukt wird "Hydrophore" genannt (wörtlich bedeutet das nix anderes als "Wasserträger").
jj: