90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen

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Fischkopp Claas
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Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen

Beitrag von Fischkopp Claas » Mittwoch 1. Juli 2026, 19:37

t.and.a hat geschrieben: Dienstag 30. Juni 2026, 22:55
Fischkopp Claas hat geschrieben: Dienstag 30. Juni 2026, 15:15
Die Lohn- und Energiekosten sind faktisch in Tschechien und Malta auch nicht wirklich niedriger als Deutschland.
Du stellst hier wirklich abenteuerliche Behauptungen auf.
Wenn die Realität für dich "abenteuerlich" ist mag das wohl den Anschein haben. Aber ich orientiere mich lieber an Fakten als an "Abenteuern".

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Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen

Beitrag von t.and.a » Mittwoch 1. Juli 2026, 19:45

Eine Minute Internetrecherche belegt, daß Deine Behauptungen vollkommener Nonsense sind.

Nur am Beispiel der Lohnkosten:

https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbei ... leich.html

Tschechien und Malta liegen da im Vergleich zu Deutschland bei weniger als 50%.
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Fischkopp Claas
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Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen

Beitrag von Fischkopp Claas » Mittwoch 1. Juli 2026, 19:47

alex v. historien hat geschrieben: Dienstag 30. Juni 2026, 16:04 Man sollte politische Meinungen bitte aus den Themen rauslassen.
Wir hatten in der Vergangenheit hier im Forum echt Stress damit.

LG Peter :blume
In diesem Fall ist die Politik als solches ja definitiv themenbezogen da die Playmobil-Werksschließung als Politikum und für politische Meinungsmache genutzt wird. Insofern finde ich es schon legitim es wenigstens im öffentlichen Diskurs anzuschneiden. Das Forum ist ja vor allem eine Diskussionsplattform um sich auszutauschen. Das hier einige schon aus Prinzip und/ oder aus persönlicher Abneigung heraus nicht meine Ansichten teilen ist ja grundsätzlich nichts neues und stört mich jetzt auch nicht sonderlich. Aber ich verstehe deinen Einwand und respektiere ihn. Also war's das von meiner Seite aus dazu.

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Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen

Beitrag von t.and.a » Mittwoch 1. Juli 2026, 20:05

Fischkopp Claas hat geschrieben: Mittwoch 1. Juli 2026, 19:37
t.and.a hat geschrieben: Dienstag 30. Juni 2026, 22:55
Fischkopp Claas hat geschrieben: Dienstag 30. Juni 2026, 15:15
Die Lohn- und Energiekosten sind faktisch in Tschechien und Malta auch nicht wirklich niedriger als Deutschland.
Du stellst hier wirklich abenteuerliche Behauptungen auf.
Wenn die Realität für dich "abenteuerlich" ist mag das wohl den Anschein haben. Aber ich orientiere mich lieber an Fakten als an "Abenteuern".

LG Claas :kavalier
Kannst Du Deine "Fakten" in Deiner "Realität" denn auch irgendwie untermauern?

Hast Du irgendwelche verifizierbaren Informationen für uns? Aus seriösen Quellen?
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Andi22
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Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen

Beitrag von Andi22 » Mittwoch 1. Juli 2026, 22:21

Hier eine faktenbasierte Gegenüberstellung der Produktionskosten für Kunststoffprodukte in Deutschland, Tschechien und Malta. Die Angaben basieren auf Branchenkennzahlen (Stand 2025/2026) und berücksichtigen die wesentlichen Kostenfaktoren: Lohnkosten, Energiepreise, Steuerlast, Regulierungskosten und Logistik.

1. Deutschland – Hohe Qualität, hohe Kosten

- Lohnkosten: Ca. 38–42 € pro Stunde (inkl. Lohnnebenkosten). Höchste Arbeitskosten im Vergleich.
- Energiekosten: Für die kunststoffverarbeitende Industrie ca. 0,18–0,25 €/kWh (Strom, nach EEG-Umlage und Netzentgelten). Deutlich höher als in Nachbarländern, insbesondere seit dem Ausstieg aus günstigen Gaslieferungen.
- Steuern & Abgaben: Körperschaftssteuer ca. 30 % (effektiv), hohe Sozialabgaben, umfangreiche Bürokratie (z. B. Verpackungsgesetz, Chemikalienrecht).
- Regulierung: Strenge Umweltauflagen, hohe Anforderungen an Recycling und Kreislaufwirtschaft (z. B. Pflicht-Rezyklatanteil). Erhöht die Compliance-Kosten signifikant.
- Logistik: Zentrale Lage in Europa, gute Infrastruktur – aber Inlandstransporte teuer aufgrund Maut und Dieselpreisen.
- Fazit: Deutschland hat die höchsten Produktionskosten im Vergleich, ist aber führend bei technisch anspruchsvollen, hochwertigen und recyclebaren Kunststoffprodukten.

2. Tschechien – Günstiger, aber EU-konform

- Lohnkosten: Ca. 12–16 € pro Stunde (ca. 40 % des deutschen Niveaus). Deutlich niedriger bei ähnlicher Facharbeiterqualifikation.
- Energiekosten: Strom ca. 0,12–0,18 €/kWh (niedriger als DE, da Tschechien auf Kernkraft und Kohle setzt). Gas ebenfalls preiswerter.
- Steuern & Abgaben: Körperschaftssteuer bei 19 % (effektiv niedriger als DE). Sozialabgaben geringer, Bürokratieaufwand moderat.
- Regulierung: Als EU-Mitglied übernimmt Tschechien viele EU-Regeln (z. B. REACH, Abfallrahmenrichtlinie), aber die Umsetzung ist oft pragmatischer und weniger bürokratisch als in Deutschland.
- Logistik: Gute Anbindung an deutsche und osteuropäische Märkte. Niedrigere Transportkosten innerhalb Tschechiens.
- Fazit: Tschechien bietet bis zu 30–40 % niedrigere Gesamtproduktionskosten als Deutschland, bei weithin akzeptierter Qualität für Standardkunststoffteile (Spritzguss, Extrusion). Ideal für Massenproduktion oder Teile mit mittleren Toleranzanforderungen.

3. Malta – Steuerlich extrem günstig, aber logistisch isoliert

- Lohnkosten: Ca. 10–14 € pro Stunde (ähnlich niedrig wie Tschechien, teils darunter).
- Energiekosten: Relativ hoch für eine Insel (Importabhängigkeit). Strom ca. 0,14–0,18 €/kWh, aber schwankend.
- Steuern & Abgaben: Größter Vorteil: Effektive Körperschaftssteuer kann durch Maltas Steuersystem (z. B. Rückerstattungsmodell) auf 5–10 % gedrückt werden. Sehr niedrige Sozialabgaben.
- Regulierung: EU-Mitglied, daher formell gleiche Standards, aber Durchsetzung oft lascher. Weniger Umweltauflagen als in DE oder CZ.
- Logistik: Schwerwiegender Nachteil: Insel – alle Rohstoffe (Granulate, Additive) müssen importiert werden; Fertigprodukte per Schiff oder Luftfracht exportiert. Hohe Transportkosten, längere Lieferzeiten. Keine direkte Anbindung an europäische Industriecluster.
- Fazit: Nur für bestimmte Nischen geeignet – z. B. wenn Steueroptimierung das Hauptziel ist oder wenn das Produkt ein sehr geringes Gewicht-Volumen-Verhältnis hat (geringe Frachtkostenanteil). Für volumenintensive Standardkunststoffprodukte ist Malta meist teurer als Tschechien, wenn man die Logistik einrechnet.

Gesamtvergleich (geschätzte Kostenindex, DE = 100)

Kostenfaktor Deutschland Tschechien Malta
Lohnkosten 100 ~35 ~30
Energie (Strom + Gas) 100 ~70 ~85
Steuern + Abgaben 100 ~55 ~25
Compliance/Regulierung 100 ~60 ~50
Logistik (In/Out) 100 ~85 ~150
Gesamt (geschätzt) 100 ~60–65 ~55–65
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Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen

Beitrag von t.and.a » Donnerstag 2. Juli 2026, 00:14

Andi22 hat geschrieben: Mittwoch 1. Juli 2026, 22:21 Hier eine faktenbasierte Gegenüberstellung der Produktionskosten für Kunststoffprodukte in Deutschland, Tschechien und Malta. Die Angaben basieren auf Branchenkennzahlen (Stand 2025/2026) und berücksichtigen die wesentlichen Kostenfaktoren: Lohnkosten, Energiepreise, Steuerlast, Regulierungskosten und Logistik.

1. Deutschland – Hohe Qualität, hohe Kosten

- Lohnkosten: Ca. 38–42 € pro Stunde (inkl. Lohnnebenkosten). Höchste Arbeitskosten im Vergleich.
- Energiekosten: Für die kunststoffverarbeitende Industrie ca. 0,18–0,25 €/kWh (Strom, nach EEG-Umlage und Netzentgelten). Deutlich höher als in Nachbarländern, insbesondere seit dem Ausstieg aus günstigen Gaslieferungen.
- Steuern & Abgaben: Körperschaftssteuer ca. 30 % (effektiv), hohe Sozialabgaben, umfangreiche Bürokratie (z. B. Verpackungsgesetz, Chemikalienrecht).
- Regulierung: Strenge Umweltauflagen, hohe Anforderungen an Recycling und Kreislaufwirtschaft (z. B. Pflicht-Rezyklatanteil). Erhöht die Compliance-Kosten signifikant.
- Logistik: Zentrale Lage in Europa, gute Infrastruktur – aber Inlandstransporte teuer aufgrund Maut und Dieselpreisen.
- Fazit: Deutschland hat die höchsten Produktionskosten im Vergleich, ist aber führend bei technisch anspruchsvollen, hochwertigen und recyclebaren Kunststoffprodukten.

2. Tschechien – Günstiger, aber EU-konform

- Lohnkosten: Ca. 12–16 € pro Stunde (ca. 40 % des deutschen Niveaus). Deutlich niedriger bei ähnlicher Facharbeiterqualifikation.
- Energiekosten: Strom ca. 0,12–0,18 €/kWh (niedriger als DE, da Tschechien auf Kernkraft und Kohle setzt). Gas ebenfalls preiswerter.
- Steuern & Abgaben: Körperschaftssteuer bei 19 % (effektiv niedriger als DE). Sozialabgaben geringer, Bürokratieaufwand moderat.
- Regulierung: Als EU-Mitglied übernimmt Tschechien viele EU-Regeln (z. B. REACH, Abfallrahmenrichtlinie), aber die Umsetzung ist oft pragmatischer und weniger bürokratisch als in Deutschland.
- Logistik: Gute Anbindung an deutsche und osteuropäische Märkte. Niedrigere Transportkosten innerhalb Tschechiens.
- Fazit: Tschechien bietet bis zu 30–40 % niedrigere Gesamtproduktionskosten als Deutschland, bei weithin akzeptierter Qualität für Standardkunststoffteile (Spritzguss, Extrusion). Ideal für Massenproduktion oder Teile mit mittleren Toleranzanforderungen.

3. Malta – Steuerlich extrem günstig, aber logistisch isoliert

- Lohnkosten: Ca. 10–14 € pro Stunde (ähnlich niedrig wie Tschechien, teils darunter).
- Energiekosten: Relativ hoch für eine Insel (Importabhängigkeit). Strom ca. 0,14–0,18 €/kWh, aber schwankend.
- Steuern & Abgaben: Größter Vorteil: Effektive Körperschaftssteuer kann durch Maltas Steuersystem (z. B. Rückerstattungsmodell) auf 5–10 % gedrückt werden. Sehr niedrige Sozialabgaben.
- Regulierung: EU-Mitglied, daher formell gleiche Standards, aber Durchsetzung oft lascher. Weniger Umweltauflagen als in DE oder CZ.
- Logistik: Schwerwiegender Nachteil: Insel – alle Rohstoffe (Granulate, Additive) müssen importiert werden; Fertigprodukte per Schiff oder Luftfracht exportiert. Hohe Transportkosten, längere Lieferzeiten. Keine direkte Anbindung an europäische Industriecluster.
- Fazit: Nur für bestimmte Nischen geeignet – z. B. wenn Steueroptimierung das Hauptziel ist oder wenn das Produkt ein sehr geringes Gewicht-Volumen-Verhältnis hat (geringe Frachtkostenanteil). Für volumenintensive Standardkunststoffprodukte ist Malta meist teurer als Tschechien, wenn man die Logistik einrechnet.

Gesamtvergleich (geschätzte Kostenindex, DE = 100)

Kostenfaktor Deutschland Tschechien Malta
Lohnkosten 100 ~35 ~30
Energie (Strom + Gas) 100 ~70 ~85
Steuern + Abgaben 100 ~55 ~25
Compliance/Regulierung 100 ~60 ~50
Logistik (In/Out) 100 ~85 ~150
Gesamt (geschätzt) 100 ~60–65 ~55–65
So eine Analyse würde man sich als Unternehmer wünschen.

Damit kann man denken und arbeiten.
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Woody
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Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen

Beitrag von Woody » Donnerstag 2. Juli 2026, 10:30

Ein weiterer Fakt, den HOB immer wieder genannt hat, warum PM seine Produktionsstätte in Dietenhofen (teilweise) verlassen könnte, war, dass in Dietenhofen keine (0,0 qm) mehr für die Erweiterung des Standortes zur Verfügung standen und die umliegenden Grundstückseigentümer NICHT an HOB verkaufen wollten und die Gemeinde auch keine Unterstützung in dieser Angelegenheit war.

Da Dietenhofen viel zu klein war und man nicht einmal die benötigten LKWs beladen konnte, wie auch die lagerfläche viel zu klein war, hat man bereits das Lager/Versand nach Herrieden verlegt - 3 LKWs pendelten täglich mehrmals zwischen Herrieden und Dietenhofen um die produzierte Ware nach Herrieden zu schaffen.

Im eigenen Werk in Cheb produziert man bereits seit 2006 und vorher (seit 1996) hatte man sich in Aš Flächen angemietet, in denen z.B. die Adventskalender von Hand befüllt wurden.
2013 haben bereits ca. 300 Mitarbeiter in Tschechien u.A. die Figuren aus Malta zusammengebaut und es wurde auch der Ausbau der Produktionsstätte in Cheb bereits geplant und sollte einen geschätzten Umfang von 100 Mio. EUR haben.

Somit ist das Ganze nicht wirklich so unerwartet geschehen und in der aktuellen Wirtschaftssituation auch ein Stück weit nachvollziehbar.

Ferner liegt Herrieden gerade mal ca. 200 km von Cheb weit weg und ist logistisch gesehen ein guter Standort, um schnell in alle Richtungen liefern zu können - wie es auch für die Belieferung aus Malta gut angebunden ist.
Gruß
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Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen

Beitrag von Ritter Runkel 77 » Donnerstag 2. Juli 2026, 12:51

Diese Informationen hätte ich mir gewünscht, anstatt wirres Geschreibsel!!!

----------

Man sollte allerdings unterscheiden zwischen reinen räumlichen und den wirtschaftlichen Standortkriterien.

- räumlich, siehe Informationen von Woody

- wirtschaftlich, siehe Informationen von Andi22

In Summe ergab dies die Schließung Ende Juni 2026.

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Zwei Punkte betreff Standort

1. Ab Anfang der 90er sind im Raum Nürnberg verschiedene Liegenschaften der amerikanischen Streitkräfte frei geworden. Warum ist man seitens Geobra nicht auf die Idee gekommen, eine dieser Flächen zu verwenden? In verschiedenen deutschen Städten usw. wurde ab Mitte der 90er die leerstehenden Liegenschaften der (mindestens) acht ehemaligen Armeen (DDR, BRD, USA, GB, SU, F, NL, B) auf deutschem Boden zivil genutzt. Allerdings rottet auch vieles seitdem vor sich hin.

2. Es ist war/schon schwach, seitens der Gemeinde, den größten Arbeitgeber und Steuerzahler dermaßen zu verprellen (keine Hilfe beim Landkauf usw.). Jetzt ist es zu spät.

Karte vom Gewerbegebiet im Norden Dietenhofens - nur betrachtet Flächen östlich Neustädter Straße*
* = Straße vom Kreisverkehr nach Süden
Blau markiert = Geobra Dietenhofen
Rot markiert = eventuelle Erweiterungsflächen (Photovoltaikanlage, Felder, Gewerbegebiet)
Orange markiert = Feuerwehr im möglichen Erweiterungsgebiet
PM KW 20260702 001.jpg
(Quelle Abbildung)
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Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen

Beitrag von Woody » Donnerstag 2. Juli 2026, 13:57

Ritter Runkel 77 hat geschrieben: Donnerstag 2. Juli 2026, 12:51 ...
1. Ab Anfang der 90er sind im Raum Nürnberg verschiedene Liegenschaften der amerikanischen Streitkräfte frei geworden. Warum ist man seitens Geobra nicht auf die Idee gekommen, eine dieser Flächen zu verwenden? In verschiedenen deutschen Städten usw. wurde ab Mitte der 90er die leerstehenden Liegenschaften der (mindestens) acht ehemaligen Armeen (DDR, BRD, USA, GB, SU, F, NL, B) auf deutschem Boden zivil genutzt. Allerdings rottet auch vieles seitdem vor sich hin.

Dies war gerade zu den Anfangszeiten nicht so einfach, da die Flächen als erstes an den Bund gingen und eine weitere Nutzung / Veräußerung durch die Kommunen noch nicht möglich war.

Als dies dann alles vom Bund an die Kommunen Nürnberg/Fürth ging hat man dies für Wohnungsbau (innerstädtisch) bzw. Industrie und Handel am Rand verwendet.
Wobei vieles damals vom städtebaulichen Plan her schon relativ kleinteilig und auch teuer war - wie auch von der Infrastruktur nicht so gut geeignet bzw. angebunden war, Ausnahme evtl. Bereich Schabacher Str. Fürth.

Und in Erlangen war an den Flächen bereits Siemens und die Universität daran interessiert.

Wobei auch vieles von den USA, Bund und Kommunen verschlafen, falsch geplant oder was weiss ich noch alles verkehrt gemacht wurde...

Da wurde in Nürnberg ein neues Südklinikum geplant und gebaut, obwohl man mit dem US Hospital das beste und modernste Militärkrankenhaus außerhalb der USA hatte, was letztlich abgerissen wurde. Man wollte damals u.A. nur 1 Standort, wobei es jetzt immer noch 2 mit Nord- und Südklinikum sind - da hätte ein 3. auch keinen Schaden gemacht.

Vorallem war damals vieles nicht plan- bzw. vorhersehbar, da vieles nicht so einfach geregelt und geklärt werden konnte.
Gruß
Woody
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Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen

Beitrag von Ritter Runkel 77 » Donnerstag 2. Juli 2026, 17:41

Woody hat geschrieben: Donnerstag 2. Juli 2026, 13:57 ...
Dies war gerade zu den Anfangszeiten nicht so einfach, da die Flächen als erstes an den Bund gingen und eine weitere Nutzung / Veräußerung durch die Kommunen noch nicht möglich war.

Als dies dann alles vom Bund an die Kommunen Nürnberg/Fürth ging hat man dies für Wohnungsbau (innerstädtisch) bzw. Industrie und Handel am Rand verwendet.
Wobei vieles damals vom städtebaulichen Plan her schon relativ kleinteilig und auch teuer war - wie auch von der Infrastruktur nicht so gut geeignet bzw. angebunden war, Ausnahme evtl. Bereich Schabacher Str. Fürth.

Und in Erlangen war an den Flächen bereits Siemens und die Universität daran interessiert.

Wobei auch vieles von den USA, Bund und Kommunen verschlafen, falsch geplant oder was weiss ich noch alles verkehrt gemacht wurde...

Da wurde in Nürnberg ein neues Südklinikum geplant und gebaut, obwohl man mit dem US Hospital das beste und modernste Militärkrankenhaus außerhalb der USA hatte, was letztlich abgerissen wurde. Man wollte damals u.A. nur 1 Standort, wobei es jetzt immer noch 2 mit Nord- und Südklinikum sind - da hätte ein 3. auch keinen Schaden gemacht.

Vorallem war damals vieles nicht plan- bzw. vorhersehbar, da vieles nicht so einfach geregelt und geklärt werden konnte.
Irgendwann Ende 2010 hatte ich mich auf der A9 bzw. A6 verfahren. Nächste Abfahrt war "Nürnberg Langwasser", mitten im Gewerbegebiet stand ein Flughafentower. Zuhause dann recherchiert, es handelt sich um das ehemalige Feucht Army Airfield. Heutzutage bebaut (Quelle). Theoretisch die perfekte Lage: A6 und A9 vor der Tür, keine Wohnbebauung, geringe Altlasten (?), Erweiterungsmöglichkeiten ...

Tja, Theorie Jahrzehnte später und Praxis Anfang 90er ... :gruebel
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Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen

Beitrag von Woody » Donnerstag 2. Juli 2026, 18:15

Ritter Runkel 77 hat geschrieben: Donnerstag 2. Juli 2026, 17:41 ...
Irgendwann Ende 2010 hatte ich mich auf der A9 bzw. A6 verfahren. Nächste Abfahrt war "Nürnberg Langwasser", mitten im Gewerbegebiet stand ein Flughafentower. Zuhause dann recherchiert, es handelt sich um das ehemalige Feucht Army Airfield. Heutzutage bebaut (Quelle). Theoretisch die perfekte Lage: A6 und A9 vor der Tür, keine Wohnbebauung, geringe Altlasten (?), Erweiterungsmöglichkeiten ...

Tja, Theorie Jahrzehnte später und Praxis Anfang 90er ... :gruebel
Dieser Teil des Areals wurde seit 1992 rückgebaut und aufwändig saniert und Stück für Stück in einen Gewerbepark umgewandelt.
Erst bis 2020 waren dann alle Grundstücke an verschiedene Unternehmen veräußert worden.

Wobei das Areal noch weitaus größer ist, aber wahrscheinlich nie saniert werden kann - siehe dazu verschiedene Beiträge zur MUNA Feucht im Netz.
Gruß
Woody
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Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen

Beitrag von Ritter Runkel 77 » Freitag 3. Juli 2026, 21:07

Woody hat geschrieben: Donnerstag 2. Juli 2026, 18:15 ...
Dieser Teil des Areals wurde seit 1992 rückgebaut und aufwändig saniert und Stück für Stück in einen Gewerbepark umgewandelt.
Erst bis 2020 waren dann alle Grundstücke an verschiedene Unternehmen veräußert worden.

Wobei das Areal noch weitaus größer ist, aber wahrscheinlich nie saniert werden kann - siehe dazu verschiedene Beiträge zur MUNA Feucht im Netz.
Unfassbar, was da passiert ist. :schuettel :schuettel :schuettel

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Gibt es bereits Aussagen von ehemaligen Mitarbeitern bzw. der lokalen Presse, wie es mit ihnen bzw. dem Gelände weitergeht?
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Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen

Beitrag von Woody » Freitag 3. Juli 2026, 21:23

Zu Dietenhofen ist in der Presse nix neues...

Es hieß nur mal, dass ein Rechenzentrum Teile übernehmen wird, aber das ist auch schon wieder Geschichte.
Aktuell steht alles mehr oder weniger leer...

Für die Mitarbeiter soll es einen Sozialplan mit Transfergesellschaft geben.

Alles einfach nur Schade...

Was mich an der ganzen Berichterstattung aber am meisten stört, ist, dass jedes Medium nur über die letzten 350 Mitarbeiter berichtet, dass es aber mal fast 1100 waren erwähnt kaum einer!
Gruß
Woody
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