90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen
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Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen
Hat sich schon jemand mit den Vor- und Nachteilen der „Heimarbeit“ bei Playmobil in Malta befasst, oder ist das Thema nach wie vor ein Tabu?
Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen
Soweit ich weiß ist das Ganze nicht ohne und illegal, daher sollten wir das Thema hier sicherlich nicht diskutieren = es bleibt ein Tabu Thema
Gruß
Frank
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Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen
Heimarbeit ist grundsätzlich nicht illegal und auch kein Tabuthema...Askin hat geschrieben: Dienstag 14. Juli 2026, 10:57 Soweit ich weiß ist das Ganze nicht ohne und illegal, daher sollten wir das Thema hier sicherlich nicht diskutieren = es bleibt ein Tabu Thema![]()
Gruß
Frank
Es ist im Heimarbeitsgesetzt in D auch genau geregelt.
Wie es auf Malta explizit aussieht, kann ich nicht sagen, da ich die dort geltenden Rechte nicht kenne.
Ein Problem aus Unternehmenssicht ist sicher, dass eine nicht zu unterschätzende Menge in etwas dunkleren Kanälen verschwunden ist - inwieweit noch, habe ich keine Ahnung.
Was hier in D ein Problem war, die Arbeitnehmer haben weitere Personen/Kinder für die Arbeit mit eingebunden, um höhere Stückzahlen / Zahlungen zu erreichen, was eben aus rechtlicher Sicht nicht legal war.
Wobei ich auch davon ausgehe, dass es sich hier zumindest aufgrund der technischen Weiterentwicklung mit der Zeit von selbst erledigt hatte.
Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen
Beim Thema Malta ging es sicherlich nicht um das Thema Heimarbeit, sonst hätte Vintz nicht nach einem Tabu gefragt.
Belassen wir es bitte dabei.
Belassen wir es bitte dabei.
Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen
Zu den beiden Kommentaren von RhBDirk und JTD möchte ich ein paar Anmerkungen machen, weil diese grundsätzlichen Zusammenhänge jedem bekannt sein sollten:
1. Das Missverständnis der „Produktionskosten“
Dass die Produktionskosten in Deutschland im weltweiten Vergleich extrem hoch sind, ist kein Zufall, sondern das direkte Resultat einer Politik des Interventionismus. Steuern, Regulierungen, die ausufernde Bürokratie und die hohen Lohnnebenkosten sind künstliche Konstrukte. Wenn Unternehmen in Länder mit niedrigeren Kosten ausweichen – wie etwa Mercedes nach Ungarn –, folgen sie lediglich dem ökonomischen Gesetz, das Kapital dorthin zu lenken, wo es am effizientesten eingesetzt werden kann. Dies ist kein Zeichen von Bosheit der „Konzernlenker“, sondern ein Überlebensinstinkt in einem Markt, dessen Rahmenbedingungen durch den Staat deformiert wurden.
2. Zur „Kaufkraft-Theorie“ und Henry Ford
Das Argument von JTD, wonach Unternehmer die Löhne erhöhen müssten, um den Absatz der eigenen Produkte zu „garantieren“, ist ein ökonomischer Irrtum, der oft als die „Ford-Legende“ bezeichnet wird. Ein Unternehmer kann nicht einfach durch die Erhöhung der Löhne die Nachfrage nach seinen eigenen Produkten schaffen. Die Kaufkraft ist kein in das System injiziertes Volumen, sondern das Ergebnis produktiver Tätigkeit.
Wenn Henry Ford damals die Löhne erhöhte, tat er dies nicht aus einem abstrakt-sozialen Antrieb, sondern weil er durch verbesserte Produktionsmethoden und eine höhere Arbeitsproduktivität die Effizienz steigerte. Er reagierte auf den Wettbewerb um Arbeitskräfte auf einem freien Markt. Der Versuch, heute Lohnniveaus künstlich hochzuhalten, um den heimischen Absatz zu stützen, ignoriert, dass Löhne ein Preis sind. Wenn dieser Preis über dem Produktivitätswert liegt, wird die Produktion zwangsläufig unrentabel und verlagert sich – oder die Kapitalgrundlage wird durch Preissteigerungen (Inflation) entwertet.
3. Die Illusion der nationalen Einheit
Der grundsätzliche Fehler ist die Annahme, ein Unternehmen habe die Verpflichtung, seinen Standort aus einer Art „nationaler Loyalität“ zu stützen. Ein Unternehmen ist in einer arbeitsteiligen Wirtschaft kein autarkes Gebilde, das sich selbst versorgt. Es ist Teil eines globalen Kapitalnetzes. Wenn die Bedingungen in einer Region (wie Franken oder Deutschland insgesamt) durch fiskalpolitische Lasten „geplündert“ werden, dann ist es die logische Folge, dass das Kapital – der Lebensnerv der Zivilisation – abwandert.
4. Was ist zu tun?
Anstatt nach protektionistischen Maßnahmen zu rufen oder zu fordern, dass Konzerne die Kaufkraft ihrer Arbeitnehmer subventionieren, müsste man den Fokus auf die Ursachen legen:
1. Abbau der staatlichen Interventionen: Nur durch eine drastische Senkung der Staatsausgaben und Regulierungen kann der Standort Deutschland wieder wettbewerbsfähig werden.
2. Produktivität als Maßstab: Wohlstand entsteht nicht durch das Drucken von Geld oder die künstliche Erhöhung der Nominallöhne, sondern durch Kapitalakkumulation und die effiziente Befriedigung der Konsumentenwünsche.
Wenn „Konzernlenker“ keine Autos bauen, die Menschen kaufen wollen, dann ist das oft ein Zeichen dafür, dass sie sich zu sehr auf politische Präferenzen (wie etwa die staatlich forcierte Elektromobilität) verlassen, anstatt auf die Signale der Konsumenten auf einem freien Markt zu hören.
In einer Welt, in der die Politik versucht, die Preise und Löhne zu diktieren, statt den Markt für sich entscheiden zu lassen, ist das „Verschwinden“ einer Fabrik in Dietenhofen lediglich ein Indikator dafür, dass die wirtschaftliche Grundlage am Standort unterhöhlt wurde. Man rettet die Produktion nicht durch Appelle an das Herz der Manager, sondern nur durch die Wiederherstellung der Freiheit des Unternehmers und des Preismechanismus.
1. Das Missverständnis der „Produktionskosten“
Dass die Produktionskosten in Deutschland im weltweiten Vergleich extrem hoch sind, ist kein Zufall, sondern das direkte Resultat einer Politik des Interventionismus. Steuern, Regulierungen, die ausufernde Bürokratie und die hohen Lohnnebenkosten sind künstliche Konstrukte. Wenn Unternehmen in Länder mit niedrigeren Kosten ausweichen – wie etwa Mercedes nach Ungarn –, folgen sie lediglich dem ökonomischen Gesetz, das Kapital dorthin zu lenken, wo es am effizientesten eingesetzt werden kann. Dies ist kein Zeichen von Bosheit der „Konzernlenker“, sondern ein Überlebensinstinkt in einem Markt, dessen Rahmenbedingungen durch den Staat deformiert wurden.
2. Zur „Kaufkraft-Theorie“ und Henry Ford
Das Argument von JTD, wonach Unternehmer die Löhne erhöhen müssten, um den Absatz der eigenen Produkte zu „garantieren“, ist ein ökonomischer Irrtum, der oft als die „Ford-Legende“ bezeichnet wird. Ein Unternehmer kann nicht einfach durch die Erhöhung der Löhne die Nachfrage nach seinen eigenen Produkten schaffen. Die Kaufkraft ist kein in das System injiziertes Volumen, sondern das Ergebnis produktiver Tätigkeit.
Wenn Henry Ford damals die Löhne erhöhte, tat er dies nicht aus einem abstrakt-sozialen Antrieb, sondern weil er durch verbesserte Produktionsmethoden und eine höhere Arbeitsproduktivität die Effizienz steigerte. Er reagierte auf den Wettbewerb um Arbeitskräfte auf einem freien Markt. Der Versuch, heute Lohnniveaus künstlich hochzuhalten, um den heimischen Absatz zu stützen, ignoriert, dass Löhne ein Preis sind. Wenn dieser Preis über dem Produktivitätswert liegt, wird die Produktion zwangsläufig unrentabel und verlagert sich – oder die Kapitalgrundlage wird durch Preissteigerungen (Inflation) entwertet.
3. Die Illusion der nationalen Einheit
Der grundsätzliche Fehler ist die Annahme, ein Unternehmen habe die Verpflichtung, seinen Standort aus einer Art „nationaler Loyalität“ zu stützen. Ein Unternehmen ist in einer arbeitsteiligen Wirtschaft kein autarkes Gebilde, das sich selbst versorgt. Es ist Teil eines globalen Kapitalnetzes. Wenn die Bedingungen in einer Region (wie Franken oder Deutschland insgesamt) durch fiskalpolitische Lasten „geplündert“ werden, dann ist es die logische Folge, dass das Kapital – der Lebensnerv der Zivilisation – abwandert.
4. Was ist zu tun?
Anstatt nach protektionistischen Maßnahmen zu rufen oder zu fordern, dass Konzerne die Kaufkraft ihrer Arbeitnehmer subventionieren, müsste man den Fokus auf die Ursachen legen:
1. Abbau der staatlichen Interventionen: Nur durch eine drastische Senkung der Staatsausgaben und Regulierungen kann der Standort Deutschland wieder wettbewerbsfähig werden.
2. Produktivität als Maßstab: Wohlstand entsteht nicht durch das Drucken von Geld oder die künstliche Erhöhung der Nominallöhne, sondern durch Kapitalakkumulation und die effiziente Befriedigung der Konsumentenwünsche.
Wenn „Konzernlenker“ keine Autos bauen, die Menschen kaufen wollen, dann ist das oft ein Zeichen dafür, dass sie sich zu sehr auf politische Präferenzen (wie etwa die staatlich forcierte Elektromobilität) verlassen, anstatt auf die Signale der Konsumenten auf einem freien Markt zu hören.
In einer Welt, in der die Politik versucht, die Preise und Löhne zu diktieren, statt den Markt für sich entscheiden zu lassen, ist das „Verschwinden“ einer Fabrik in Dietenhofen lediglich ein Indikator dafür, dass die wirtschaftliche Grundlage am Standort unterhöhlt wurde. Man rettet die Produktion nicht durch Appelle an das Herz der Manager, sondern nur durch die Wiederherstellung der Freiheit des Unternehmers und des Preismechanismus.
Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen
Finde ich schwierig. Hat schon fast etwas von Zensur. So lange Äußerungen nicht strafbar sind, sollte es keine Einschränkungen geben.
Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen
Hier sollte noch erwähnt werden, dass sich staatliche Regulierungen nicht ausschließlich durch Verbote äußern, sondern auch im hohem Maße Subventionen aus Steuermitteln für Branchen und Institutionen beinhalten. Auch diese müssten dann grundsätzlich abgeschafft werden, was vielen Branchen direkt und indirekt auch weh tun dürfte.Andi22 hat geschrieben: Dienstag 14. Juli 2026, 15:48 Zu den beiden Kommentaren von RhBDirk und JTD möchte ich ein paar Anmerkungen machen, weil diese grundsätzlichen Zusammenhänge jedem bekannt sein sollten:
1. Das Missverständnis der „Produktionskosten“
Dass die Produktionskosten in Deutschland im weltweiten Vergleich extrem hoch sind, ist kein Zufall, sondern das direkte Resultat einer Politik des Interventionismus. Steuern, Regulierungen, die ausufernde Bürokratie und die hohen Lohnnebenkosten sind künstliche Konstrukte. Wenn Unternehmen in Länder mit niedrigeren Kosten ausweichen – wie etwa Mercedes nach Ungarn –, folgen sie lediglich dem ökonomischen Gesetz, das Kapital dorthin zu lenken, wo es am effizientesten eingesetzt werden kann. Dies ist kein Zeichen von Bosheit der „Konzernlenker“, sondern ein Überlebensinstinkt in einem Markt, dessen Rahmenbedingungen durch den Staat deformiert wurden.
2. Zur „Kaufkraft-Theorie“ und Henry Ford
Das Argument von JTD, wonach Unternehmer die Löhne erhöhen müssten, um den Absatz der eigenen Produkte zu „garantieren“, ist ein ökonomischer Irrtum, der oft als die „Ford-Legende“ bezeichnet wird. Ein Unternehmer kann nicht einfach durch die Erhöhung der Löhne die Nachfrage nach seinen eigenen Produkten schaffen. Die Kaufkraft ist kein in das System injiziertes Volumen, sondern das Ergebnis produktiver Tätigkeit.
Wenn Henry Ford damals die Löhne erhöhte, tat er dies nicht aus einem abstrakt-sozialen Antrieb, sondern weil er durch verbesserte Produktionsmethoden und eine höhere Arbeitsproduktivität die Effizienz steigerte. Er reagierte auf den Wettbewerb um Arbeitskräfte auf einem freien Markt. Der Versuch, heute Lohnniveaus künstlich hochzuhalten, um den heimischen Absatz zu stützen, ignoriert, dass Löhne ein Preis sind. Wenn dieser Preis über dem Produktivitätswert liegt, wird die Produktion zwangsläufig unrentabel und verlagert sich – oder die Kapitalgrundlage wird durch Preissteigerungen (Inflation) entwertet.
3. Die Illusion der nationalen Einheit
Der grundsätzliche Fehler ist die Annahme, ein Unternehmen habe die Verpflichtung, seinen Standort aus einer Art „nationaler Loyalität“ zu stützen. Ein Unternehmen ist in einer arbeitsteiligen Wirtschaft kein autarkes Gebilde, das sich selbst versorgt. Es ist Teil eines globalen Kapitalnetzes. Wenn die Bedingungen in einer Region (wie Franken oder Deutschland insgesamt) durch fiskalpolitische Lasten „geplündert“ werden, dann ist es die logische Folge, dass das Kapital – der Lebensnerv der Zivilisation – abwandert.
4. Was ist zu tun?
Anstatt nach protektionistischen Maßnahmen zu rufen oder zu fordern, dass Konzerne die Kaufkraft ihrer Arbeitnehmer subventionieren, müsste man den Fokus auf die Ursachen legen:
1. Abbau der staatlichen Interventionen: Nur durch eine drastische Senkung der Staatsausgaben und Regulierungen kann der Standort Deutschland wieder wettbewerbsfähig werden.
2. Produktivität als Maßstab: Wohlstand entsteht nicht durch das Drucken von Geld oder die künstliche Erhöhung der Nominallöhne, sondern durch Kapitalakkumulation und die effiziente Befriedigung der Konsumentenwünsche.
Wenn „Konzernlenker“ keine Autos bauen, die Menschen kaufen wollen, dann ist das oft ein Zeichen dafür, dass sie sich zu sehr auf politische Präferenzen (wie etwa die staatlich forcierte Elektromobilität) verlassen, anstatt auf die Signale der Konsumenten auf einem freien Markt zu hören.
In einer Welt, in der die Politik versucht, die Preise und Löhne zu diktieren, statt den Markt für sich entscheiden zu lassen, ist das „Verschwinden“ einer Fabrik in Dietenhofen lediglich ein Indikator dafür, dass die wirtschaftliche Grundlage am Standort unterhöhlt wurde. Man rettet die Produktion nicht durch Appelle an das Herz der Manager, sondern nur durch die Wiederherstellung der Freiheit des Unternehmers und des Preismechanismus.
Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen
Och Leute ... bei der Frage von Vintz ging es meines erachtens nicht wirklich um das Thema "Heimarbeit" ... daher hat meine Bitte nichts mit Zensur zu tun, sondern ich möchte unsere KW bezüglich von nicht legalen Geschäften aus Malta heraus halten.
Hier, innerhalb der KW, wird diesbezüglich also kein "Malta-Wissensaustausch" statt finden!!
Das generelle Thema von "Vor- und Nachteilen der „Heimarbeit“ bei Playmobil" könnt ihr sehr gerne diskutieren.
Gruß
Frank
Hier, innerhalb der KW, wird diesbezüglich also kein "Malta-Wissensaustausch" statt finden!!
Das generelle Thema von "Vor- und Nachteilen der „Heimarbeit“ bei Playmobil" könnt ihr sehr gerne diskutieren.
Gruß
Frank
Re: 90.000 qm in Dietenhofen zu vermieten... Playmobil-Werk in Franken soll Ende Juni schließen
@ Andi22:
Auch wenn ich grundsätzlich einverstanden bin mit dem, was Du schreibst, fehlen mir 2 Aspekte:
Unternehmer sind grundsätzlich selber dafür verantwortlich, ihr Produkt kritisch zu bewerten mit den Fragen: wie gut ist mein Produkt auf dem Markt platziert? Was macht die Konkurrenz? Wo gehen die Trends hin? Wann muß ich spätestens ein neues Produkt entwickeln und marktreif machen, bevor die Konkurrenz mich abhängt und/oder die technische Entwicklung an mir vorbeigeht? Lee Iacocca soll gesagt haben: "wenn du merkt, daß dein Produkt schwächelt, gib ihm selber den Todesstoß."
Und natürlich tragen Unternehmer (und nicht der Staat) das unternehmerische Risiko, daß ihr Produkt auf dem Markt flopt.
Ich sehe nicht, daß die Manager der Autoindustrie in D dieser Verantwortung gerecht geworden sind. Schon vor Jahren gab VW eine Studie in Auftrag, um herauszufinden, warum sie gerade bei den 18-25jährigen immer weniger Autos absetzen; dabei die Frage: was ist jungen Menschen an Autos wichtig? Es kam eine Antwort: die Zeit hinter dem Steuer darf nicht als Offline-Zeit erlebt werden. Anders ausgedrückt: das Auto soll mindestens so viel können wie das Smartphone; das lenken des Autos soll nicht vom daddeln ablenken, und die Antriebsplattform soll technisch so einfach wie möglich sein. Und ein E-Antrieb ist nun mal deutlich einfacher als ein komplexer Verbrenner-Antrieb.
Aber wo spiegeln sich die Erkenntnisse aus dieser Studie in VWs Produkten wieder? Die Produkte der deutschen Marken erfüllen diese Anforderung nicht. Jenseits aller Diskussionen über die Sinnhaftigkeit der E-Mobilität (und auch mich macht emotional eine alte analoge Fahrmaschine mehr an als ein modernes volldigitalisiertes E-Auto): die Märkte haben entschieden. In China, dem wichtigsten Absatzmarkt für Autos, sind andere als oben beschriebene Autos unverkäuflich. In Entwicklungsländern merkt man, daß es einfacher und billiger ist, das Auto zu betanken, indem man ein paar billige Solarpanels auslegt und das Auto ansteckt, als schwere Tankwagen über schlechte Straßen und lange Strecken zu schicken. Und wir in D: gemessen an China und anderen großen Märkten ist D unbedeutend - ebenso unbedeutend wie unsere deutsche Meinung, ob E-Mobilität ja oder nein.
Die unter deutschen Marken produzierten Autos verkaufen sich also nicht deshalb schlecht, weil sie zu teuer sind - sie verkaufen sich schlecht, weil ihre analoge komplexe Technik auf den wichtigen Märkten nicht mehr gefragt ist. Und das nenne ich Versagen der Firmenlenker: sie haben zu lange an alten Produkten festgehalten und haben Trends verschlafen. Ähnlich wie Nokia: die Nokia-Handys sind ja auch nicht deshalb vom Markt verschwunden, weil sie zu teuer waren.
Zweiter Aspekt: der Staat muß volkswirtschaftlich denken, nicht betriebswirtschaftlich. Deswegen keine Subventionitis, aber das Schaffen von Rahmenbedingungen - und bei denen bin ich bei Dir. Und vor allem: an jeden Arbeitsplatz muß der Anspruch gelegt werden, daß der, der ihn innehat, vom Lohn seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Das Argument eines Arbeitgebers, er könne nur dann Gewinne machen, wenn er seinen Arbeitnehmern so geringe Löhne zahlt, daß die aufstocken müssen, kann und will ich nicht gelten lassen. Zumal ich nicht einsehe, daß die Allgemenheit - also die, die Steuern und Sozialabgaben zahlen - auf diesem Weg die Gewinne einzelner Unternehmer subventionieren.
Und ganz ehrlich, da kann ich mich den Rezepten einer Partei, die im Parteiprogramm des letzten Bundestagswahlkampfs auf ca. 120 Seiten fast 200x das Wort "Wirtschaft", aber keine 30x das Wort "Menschen" stehen hatte, nicht anschließen. (Ich habe das Programm gelesen, und ich habe mir den Spaß mit der Wortsuche gemacht.) Politik muß auch die Wirtschaftspolitik vom Menschen her denken. Und wenn die "Altparteien" (man verzeihe mir den Ausdruck) mal wieder an Beliebtheit und Stimmen zulegen wollen, müssen sie das Versprechen erneuern, daß man es mit eigener Hände Arbeit wenn schon nicht zu Reichtum, so aber doch zu einem gewissen Wohlstand bringen kann - und sie müssen das Versprechen auch einlösen. Das sehe ich aktuell nicht.
Auch wenn ich grundsätzlich einverstanden bin mit dem, was Du schreibst, fehlen mir 2 Aspekte:
Unternehmer sind grundsätzlich selber dafür verantwortlich, ihr Produkt kritisch zu bewerten mit den Fragen: wie gut ist mein Produkt auf dem Markt platziert? Was macht die Konkurrenz? Wo gehen die Trends hin? Wann muß ich spätestens ein neues Produkt entwickeln und marktreif machen, bevor die Konkurrenz mich abhängt und/oder die technische Entwicklung an mir vorbeigeht? Lee Iacocca soll gesagt haben: "wenn du merkt, daß dein Produkt schwächelt, gib ihm selber den Todesstoß."
Und natürlich tragen Unternehmer (und nicht der Staat) das unternehmerische Risiko, daß ihr Produkt auf dem Markt flopt.
Ich sehe nicht, daß die Manager der Autoindustrie in D dieser Verantwortung gerecht geworden sind. Schon vor Jahren gab VW eine Studie in Auftrag, um herauszufinden, warum sie gerade bei den 18-25jährigen immer weniger Autos absetzen; dabei die Frage: was ist jungen Menschen an Autos wichtig? Es kam eine Antwort: die Zeit hinter dem Steuer darf nicht als Offline-Zeit erlebt werden. Anders ausgedrückt: das Auto soll mindestens so viel können wie das Smartphone; das lenken des Autos soll nicht vom daddeln ablenken, und die Antriebsplattform soll technisch so einfach wie möglich sein. Und ein E-Antrieb ist nun mal deutlich einfacher als ein komplexer Verbrenner-Antrieb.
Aber wo spiegeln sich die Erkenntnisse aus dieser Studie in VWs Produkten wieder? Die Produkte der deutschen Marken erfüllen diese Anforderung nicht. Jenseits aller Diskussionen über die Sinnhaftigkeit der E-Mobilität (und auch mich macht emotional eine alte analoge Fahrmaschine mehr an als ein modernes volldigitalisiertes E-Auto): die Märkte haben entschieden. In China, dem wichtigsten Absatzmarkt für Autos, sind andere als oben beschriebene Autos unverkäuflich. In Entwicklungsländern merkt man, daß es einfacher und billiger ist, das Auto zu betanken, indem man ein paar billige Solarpanels auslegt und das Auto ansteckt, als schwere Tankwagen über schlechte Straßen und lange Strecken zu schicken. Und wir in D: gemessen an China und anderen großen Märkten ist D unbedeutend - ebenso unbedeutend wie unsere deutsche Meinung, ob E-Mobilität ja oder nein.
Die unter deutschen Marken produzierten Autos verkaufen sich also nicht deshalb schlecht, weil sie zu teuer sind - sie verkaufen sich schlecht, weil ihre analoge komplexe Technik auf den wichtigen Märkten nicht mehr gefragt ist. Und das nenne ich Versagen der Firmenlenker: sie haben zu lange an alten Produkten festgehalten und haben Trends verschlafen. Ähnlich wie Nokia: die Nokia-Handys sind ja auch nicht deshalb vom Markt verschwunden, weil sie zu teuer waren.
Zweiter Aspekt: der Staat muß volkswirtschaftlich denken, nicht betriebswirtschaftlich. Deswegen keine Subventionitis, aber das Schaffen von Rahmenbedingungen - und bei denen bin ich bei Dir. Und vor allem: an jeden Arbeitsplatz muß der Anspruch gelegt werden, daß der, der ihn innehat, vom Lohn seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Das Argument eines Arbeitgebers, er könne nur dann Gewinne machen, wenn er seinen Arbeitnehmern so geringe Löhne zahlt, daß die aufstocken müssen, kann und will ich nicht gelten lassen. Zumal ich nicht einsehe, daß die Allgemenheit - also die, die Steuern und Sozialabgaben zahlen - auf diesem Weg die Gewinne einzelner Unternehmer subventionieren.
Und ganz ehrlich, da kann ich mich den Rezepten einer Partei, die im Parteiprogramm des letzten Bundestagswahlkampfs auf ca. 120 Seiten fast 200x das Wort "Wirtschaft", aber keine 30x das Wort "Menschen" stehen hatte, nicht anschließen. (Ich habe das Programm gelesen, und ich habe mir den Spaß mit der Wortsuche gemacht.) Politik muß auch die Wirtschaftspolitik vom Menschen her denken. Und wenn die "Altparteien" (man verzeihe mir den Ausdruck) mal wieder an Beliebtheit und Stimmen zulegen wollen, müssen sie das Versprechen erneuern, daß man es mit eigener Hände Arbeit wenn schon nicht zu Reichtum, so aber doch zu einem gewissen Wohlstand bringen kann - und sie müssen das Versprechen auch einlösen. Das sehe ich aktuell nicht.
Schöne Grüße,
Jörg
Jörg
One measure of a man is what he does
when he has nothing to do.
Robert E. Fulton Jr.
when he has nothing to do.
Robert E. Fulton Jr.
