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RhBDirk
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Re: Spiegel online 5.8.

Beitrag von RhBDirk » Freitag 7. August 2026, 10:08

Die Schließung des Werks in Dietenhofen hat keine Auswirkung auf die Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres. Das kommt erst in den Zahlen für 2026 zum Zuge. Die Schließung ist erst im Juli 2026 erfolgt.

Weniger Neuheiten und höhere Verkaufszahlen?
Hmm, also aktuell sieht es ja auch hier im Forum so aus, dass die Neuheiten insgesamt am Markt vorbeiproduziert werden. Warum soll geobra 5000 statt 1000 Polizeiautos (einfach mal als Beispiel) produzieren, wenn die so oder so keiner möchte und auch in einer kleineren Auflage keine Kunden finden?

Resinberg hat geschrieben: Freitag 7. August 2026, 09:39
t.and.a hat geschrieben: Donnerstag 6. August 2026, 21:32 Bin gespannt, ob es Playmobil noch sehr, sehr lange geben wird. :grinsen

Bei einem Trend zu dreistelligen Millionen-Verlusten pro Geschäftsjahr sieht es nicht mehr rosig aus.

Es ist schon bezeichnend, wie viele sich hier (also innerhalb der "Anstalt") überhaupt nicht mehr mit den aktuellen Produkten identifizieren können.

Gut möglich, daß es vielen Großeltern, Eltern oder Sammlern "da draußen" sehr ähnlich ergeht.
Einerseits scheint sich der Umsatzrückgang in diesem Jahr zu verlangsamen – das ist also die gute Nachricht.

Das Problem für das Unternehmen besteht darin, dass es auf ein bestimmtes Produktionsvolumen ausgelegt ist und angesichts der gestiegenen Kosten ein höheres Volumen erreichen muss, um profitabel zu bleiben.

In den letzten fünf Jahren und insbesondere mit der Schließung des Standorts Dietenhofen hat das Unternehmen so gut wie alle möglichen Kostensenkungsmaßnahmen ausgeschöpft und sich gleichzeitig auf das geringstmögliche Produktionsvolumen eingestellt.

Und dennoch schreibt es weiterhin hohe Verluste.

Daher sehe ich als nächsten Schritt, dass das Unternehmen sein Sortiment verkleinern könnte: Theoretisch könnte es durch weniger Neuheiten, dafür aber höhere Verkaufszahlen pro Neuerscheinung das Problem der Massenproduktion lösen.

Mehr als 200 Neuheiten pro Jahr waren eine gute Sache, als die Geschäfte jedes neue Display aufnahmen, unabhängig davon, was darin enthalten war. Das stellte sicher, dass das Unternehmen neue Produkte und Displays manchmal mehrmals im Monat an Spielwarengeschäfte liefern konnte. Aber ich sehe nicht, dass dieses Modell heute noch funktioniert; viele Geschäfte sind viel wählerischer bei der Auswahl ihres Sortiments und halten diesen hohen Rhythmus nicht mehr ein.
Wer sich fragt was das RhB in meinem Nick bedeutet, kann das unter http://www.rhb.ch erfahren
roberto72
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Re: Spiegel online 5.8.

Beitrag von roberto72 » Freitag 7. August 2026, 10:22

Es wird wirklich komplett am Markt vorbei produziert. Lego hat es geschaftt auch die Sammler zu begeistern mit teils utopischen Preisen, playmobil hat Sammler eher belächelnd. Viele Produkte wirken mittlerweile billig, mich stört auch das Themen wie Polizei und Feuerwehr nicht mehr an deutsche Vorbilder angelegt sind. Zu meiner playmobil Zeit gabe es immer die deutsche und die internationale Version.
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Re: Spiegel online 5.8.

Beitrag von Resinberg » Freitag 7. August 2026, 10:44

RhBDirk hat geschrieben: Freitag 7. August 2026, 10:08 Die Schließung des Werks in Dietenhofen hat keine Auswirkung auf die Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres. Das kommt erst in den Zahlen für 2026 zum Zuge. Die Schließung ist erst im Juli 2026 erfolgt.

Weniger Neuheiten und höhere Verkaufszahlen?
Hmm, also aktuell sieht es ja auch hier im Forum so aus, dass die Neuheiten insgesamt am Markt vorbeiproduziert werden. Warum soll geobra 5000 statt 1000 Polizeiautos (einfach mal als Beispiel) produzieren, wenn die so oder so keiner möchte und auch in einer kleineren Auflage keine Kunden finden?
Klar, die Schließung von Dietenhofen schlägt sich noch nicht in den Verlusten des letzten Jahres nieder ;-)

Andererseits wurde Dietenhofen in den vergangenen Jahren bereits schrittweise auf eine Rumpfbelegschaft reduziert, sodass es praktisch schon „halb geschlossen“ war.

Das Volumenproblem erfordert natürlich, dass Produkte hergestellt werden, die der Kunde tatsächlich haben will. Daher habe ich das Wort „theoretisch“ verwendet ;-)

Was ich damit sagen möchte: Der Umsatz liegt nun wieder auf dem Niveau von 2007, inflationsbereinigt entspricht er jedoch wahrscheinlich eher dem Niveau der Mitte der 90er Jahre. In dieser Zeit gab es weit weniger als 100 Neuheiten pro Jahr, aber relativ gesehen wurden von jeder Artikelnummer mehr verkauft, und es konnte auch mehr in weniger Produkte investiert werden.

Nun werden die Budgets darauf verteilt, jede einzelne Nische zu bedienen – von Grußkarten und Weihnachtsdekoration bis hin zu „Sky Trails“ und „Playmobil Hi“ –, während das Kernsortiment vernachlässigt wird und die Stückzahlen pro Artikel gering bleiben – und die Produktion daher kostspielig ist.
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Re: Spiegel online 5.8.

Beitrag von t.and.a » Freitag 7. August 2026, 13:23

Resinberg hat geschrieben: Freitag 7. August 2026, 10:44
Nun werden die Budgets darauf verteilt, jede einzelne Nische zu bedienen – von Grußkarten und Weihnachtsdekoration bis hin zu „Sky Trails“ und „Playmobil Hi“ –, während das Kernsortiment vernachlässigt wird und die Stückzahlen pro Artikel gering bleiben – und die Produktion daher kostspielig ist.
Man zehrt immer noch vom Nimbus, den sich die Firma über Jahrzehnte erarbeitet hat.

Leider tragen die aktuellen Produkte immer mehr dazu bei, daß das Verblassen und Bröckeln der Marke sogar noch beschleunigt werden.

Es ist wie ein gutes Restaurant oder Hotel, in dem man früher immer gerne zu Gast war und in dem heute nur noch seelenlose Fertigkost serviert wird.
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Beitrag von t.and.a » Freitag 7. August 2026, 13:42

Keine neuen Fakten, aber eine differentierte Analyse zur Krise bei Playmobil: https://www.focus.de/finanzen/playmobil ... 9c2d7.html
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Re: Focus Online

Beitrag von Kringel » Freitag 7. August 2026, 13:55

Ja, in der Tat nichts Neues, aber nochmal eine klare Darstellung, dass die Fehler in der Führung liegen!

Beste Grüße

Kringel
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Re: Focus Online

Beitrag von klicky26 » Freitag 7. August 2026, 14:46

Das sind wahre Worte.
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Re: Focus Online

Beitrag von tccde » Freitag 7. August 2026, 22:58

Aus meiner Sicht einer der besten Berichte weil es nicht wirklich um Playmobil geht, sondern dieses lediglich als Beispiel dient.
Kishor Sridhar sollte man umgehend einladen um den Bumms wieder ans Laufen zu bringen. So oder so braucht das Jahre und manches ist für alle Zeiten verloren, aber mit fähigen Leuten hat dieser Firmenteil noch eine Chance.
Gleichsam befürchte ich das die Leitung sofort dicht macht wenn jemand ihnen sagt das sie es halt nicht können und das Beste wäre sie komplett zu ersetzen.

Nun denn. Sicherlich wird der Wasserkopf diesen Artikel auch gelesen haben und vielleicht ist ja wenigstens eineR dabei der/die versteht was geschrieben wurde.

Habt es fein.
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Re: Focus Online

Beitrag von Resinberg » Samstag 8. August 2026, 09:30

tccde hat geschrieben: Freitag 7. August 2026, 22:58 Kishor Sridhar sollte man umgehend einladen um den Bumms wieder ans Laufen zu bringen. So oder so braucht das Jahre und manches ist für alle Zeiten verloren, aber mit fähigen Leuten hat dieser Firmenteil noch eine Chance.
Leider können selbst die besten Berater daran nichts ändern.

Bei manchen Menschen, die Macht und Ansehen erlangen, tritt das Phänomen auf, dass sie anfangen zu glauben, sie seien tatsächlich unfehlbar und überlegen; ihre gesamte Persönlichkeit richtet sich darauf aus, an Situationen und anderen Menschen Fehler zu finden, was jede echte Selbstreflexion verhindert.

Diese Menschen zu beraten ist so, als würde man einem Süchtigen, der sein Leben ruiniert, sagen, er solle sich von Alkohol oder Drogen fernhalten – nach ihrer Erfahrung ist die Droge nämlich das, was all ihre Probleme löst. Und man kommt einfach nicht zu ihnen durch.

Das Traurige daran ist, dass das Machtvakuum, das nach dem Tod von HOB entstand, für diese Art von Menschen wie ein Magnet wirkte, der sie an die Macht trieb.
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Re: Focus Online

Beitrag von klicky26 » Samstag 8. August 2026, 11:05

@resinberg das ist aber jetzt nur eine weibliche Person die da jetzt seit Herrn Brandstätter die Ohren auf Durchzug gesetzt hat. Oder? Deshalb sind ja auch soviele Leute gegangen bei ihr.
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Re: Focus Online

Beitrag von Resinberg » Samstag 8. August 2026, 11:19

klicky26 hat geschrieben: Samstag 8. August 2026, 11:05 @resinberg das ist aber jetzt nur eine weibliche Person die da jetzt seit Herrn Brandstätter die Ohren auf Durchzug gesetzt hat. Oder? Deshalb sind ja auch soviele Leute gegangen bei ihr.
So einfach ist das nicht – sie wäre nichts wert, wenn es nicht einen stetigen Strom von Managern gäbe, die bereit sind, bei diesem Spiel nach dem Motto „Des Kaisers neue Kleider“ mitzuspielen.
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Re: Verschiedene Playmobil Artikel online ...

Beitrag von Askin » Samstag 8. August 2026, 12:42

An Alle ... eine Bitte :blume

Wäre super, wenn man nicht jedes Mal einen neuen Thread eröffnen würde für einen weiteren Artikel. :wink

Ich habe jetzt den Focus Artikel, den ich im übrigen echt gut finde, hier rübergeschoben und den Thread Titel offener für weitere Artikel formuliert.

Aus meiner Sicht ziehe ich folgende Schlüsse aufgrund des Artikels ... das Top Management sollte gehen, die oberste "Chefin" sollte sich komplett aus der Führung zurückziehen, insbesondere bei der Personalfindung für das nun notwendige neue Management. Gehen wird sie nicht, das ist mir klar ... aber wenn sie wieder in die Gewinnzone zurückwill sollte sie in sich gehen und sich aus den operativen Geschäft umgehen zurückziehen.

Da sollten positive "Macher" für das Management gefunden werden, die die Belegschaft, sofern sie noch vorhanden ist, wieder einbindet und das "Wir sind Playmobil" wiederbelebt.
Die Menschen dort waren alle mal richtig stolz dort zu arbeiten und heute ... :wein

Grüße
Frank
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Re: Verschiedene Playmobil Artikel online ...

Beitrag von ajbrehm » Samstag 8. August 2026, 17:38

Vielleicht spricht aus mir nur die Nostalgie, aber ich denke, Playmobil wuerde es besser gehen und mehr Kinder wuerden damit spielen wollen, wenn es wieder die Produktpalette von um 1980 gaebe, mit Stadt, Ritter und Western samt Eisenbahn.

Zuviele verschiedene Produktpaletten sorgt nur dafuer, dass nichts zusammenpasst und man beim Ueberzeugen des Kunden immer wieder von vorne anfangen muss. Ausserdem sollten die Produktionskosten niedriger sein, wenn es weniger verschiedene Teile gibt.

Lizensierte Produkte sind zum Sammeln vielleicht toll (have selbst viele Lego-Star-Wars-Schiffe), aber zum Spielen nicht. (Und ich bevorzuge auch die alten Lego-Raumschiffen im blaugelben Schema!)

Was bei Playmobil toll war, war einfach, dass man mit dem Zeugs alles bauen konnte. Das Spielzeug schrieb nicht vor, worum es beim Spielen ging, es gab keine Geschichte, an die man sich halten musste, damit die Figuren und Gebaeude einen Sinn ergeben. Man war kreativ und baute was man wollte in einem Universum, dass bestimmten Regeln folgt.

Ich kaufe meiner Tochter jedenfalls kein Playmobil, wenn das alle paar Jahre nicht mehr zusammenpasst. Aber die Ritterstadt von damals wuerde ich ihr kaufen.
t.and.a
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Re: Verschiedene Playmobil Artikel online ...

Beitrag von t.and.a » Samstag 8. August 2026, 18:44

Askin hat geschrieben: Samstag 8. August 2026, 12:42
An Alle ... eine Bitte :blume

Wäre super, wenn man nicht jedes Mal einen neuen Thread eröffnen würde für einen weiteren Artikel. :wink
Alles in einem Thread wird doch etwas unübersichtlich, oder nicht?

Bislang wurde doch immer für jeden thematisch ähnlichen Beitrag (oder jede Reportage) ein eigener Thread eröffnet.
t.and.a
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Re: Verschiedene Playmobil Artikel online ...

Beitrag von t.and.a » Samstag 8. August 2026, 18:51

Askin hat geschrieben: Samstag 8. August 2026, 12:42
Die Menschen dort waren alle mal richtig stolz dort zu arbeiten und heute ... :wein
...hat der ein oder andere (laut einem Beitrag von neulich) Suizidgedanken.
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