Das irre Regiment bei Playmobil

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Junker Jörg
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Re: Das irre Regiment bei Playmobil

Beitrag von Junker Jörg » Di Feb 23, 2021 9:40

Vane Xanapes hat geschrieben:
Mo Feb 22, 2021 18:47
Passend dazu:
https://www.businessinsider.de/wirtscha ... lKRAeIYOGs
Wobei ich mich tatsächlich frage, in wie eng die beiden Faktoren "Geschäftsklima und Umgang mit Mitarbeitenden" auf der einen und "Produktentscheidungen" auf der anderen Seite zusammenhängen. Ich bin mir sicher, daß motivierte Mitarbeitende sich mehr für "ihre" Firma reinhängen als solche, die sich von der Firma hängengelassen (oder gar drangsaliert) fühlen. Aber ein Chef kann super mit den Mitarbeitenden umgehen - und die Firma dennoch ruinieren, wenn er ein schlechter Kaufmann ist und an der Kundschaft vorbeiplant. Und eine Chefin kann eine super Marktstrategin sein, die ihre Firma profitabel führt und trotzdem gleichzeitig nach innen wie ein Drache regiert.

Ok, im Fall von Playmobil scheinen sich der Drache als Chefin und kaufmännische - sagen wir mal - Kompetenzdefizite zu vereinen, was definitiv die unglücklichste aller Optionen wäre... :klonk .

jj:
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Junker Jörg
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Re: Das irre Regiment bei Playmobil

Beitrag von Junker Jörg » Di Feb 23, 2021 9:44

burgunder hat geschrieben:
Di Feb 23, 2021 9:31
Sammler kaufen die alten Burgen und Puppenhäuser mit den alten Systemen immer noch. Preise dafür extrem hoch, Puppenhäuser von 1989 jenseits der 200 Euro, Burgen und Fachwerkhäuser ala 3666 preisstabil.
Für Schwarze Mönche und große Fässer wurden sogar mal Wahnsinnspreise aufgerufen - aber nur, solange es die Dinger nicht im regulären Handel gab. Ich denke, das gute, alte Steck fände auch heute noch Abnehmer. Doch ob eine Masse von Kundinnen und Kunden solche Preise noch bezahlen würden, wenn es Alltagsware in den Geschäften (und keine Gelegenheitsangebote in der Bucht) wäre, ist damit noch lange nicht gesagt.

jj:
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Re: Das irre Regiment bei Playmobil

Beitrag von Seamarshall_Rotrock » Di Feb 23, 2021 10:03

Mit einem Wort :

System-Spielzeug


wie es Hans Beck und Horst Brandstätter einst ersonnen hatten .
Tatsächlich sind nur alle modularen Systeme
von Geobra einigermaßen preisstabil.

Alle Einweg Sets sind Wegwerfware ,
da lohnt kaum noch ein Ebay Verkauf
wegen der Porto Kosten .
(2,3 5,- Euro Artikel von einstmals 20-30,- EUR)

Das hat wohl einen Grund .
Niemand gibt Lego Steine ab ,
solange er noch baut .
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Woody
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Re: Das irre Regiment bei Playmobil

Beitrag von Woody » Di Feb 23, 2021 10:06

Junker Jörg hat geschrieben:
Di Feb 23, 2021 9:40
...

Ok, im Fall von Playmobil scheinen sich der Drache als Chefin und kaufmännische - sagen wir mal - Kompetenzdefizite zu vereinen, was definitiv die unglücklichste aller Optionen wäre... :klonk .

jj:
Sagen wir es mal ein wenig anders...

Durch diese Unternehmensführung geht die kompetente kaufmännische, wie auch technische Führung und die Entwicklung bzw. wird gegangen...

Die frühere Führungsriege entstammt aus Personal, dass sich hochgearbeitet bzw. sehr lange im Unternehmen war - kaum Externe, die für diese Positionen geholt wurden.
Und wenn, nur welche, von denen man wusste bzw. davon absolut ausging, dass sie passen.

HOB hat in dem Fall nur 1 Fehler gemacht, der sich jetzt aber rächt....
Gruß
Woody
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Re: Das irre Regiment bei Playmobil

Beitrag von Junker Jörg » Di Feb 23, 2021 10:10

Woody hat geschrieben:
Di Feb 23, 2021 10:06
HOB hat in dem Fall nur 1 Fehler gemacht, der sich jetzt aber rächt....
Keinen Kronprinzen aufgebaut zu haben?

jj:
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Re: Das irre Regiment bei Playmobil

Beitrag von FelixMilz » Di Feb 23, 2021 10:13

Junker Jörg hat geschrieben:
Di Feb 23, 2021 9:44
burgunder hat geschrieben:
Di Feb 23, 2021 9:31
Sammler kaufen die alten Burgen und Puppenhäuser mit den alten Systemen immer noch. Preise dafür extrem hoch, Puppenhäuser von 1989 jenseits der 200 Euro, Burgen und Fachwerkhäuser ala 3666 preisstabil.
Für Schwarze Mönche und große Fässer wurden sogar mal Wahnsinnspreise aufgerufen - aber nur, solange es die Dinger nicht im regulären Handel gab. Ich denke, das gute, alte Steck fände auch heute noch Abnehmer. Doch ob eine Masse von Kundinnen und Kunden solche Preise noch bezahlen würden, wenn es Alltagsware in den Geschäften (und keine Gelegenheitsangebote in der Bucht) wäre, ist damit noch lange nicht gesagt.

jj:
Warum nicht ausprobieren? Die Formen existieren doch sicherlich noch (sonst würden ja nicht noch alte Fachwerkhäuser etc im DS verkauft). Somit wäre der Aufwand für einen Versuch doch gering.

Warum überlässt man freiwillig und sehenden Auges dieses Geschäft irgend welchen Händlern in der Bucht??

Das hist. Museum wird z.B. zu Mondpreisen gehandelt.
Einige spezielle Teile (Doppeltorbogen, Walm-Dach) sind extrem begehrt.

Ich verstehe nicht, warum man so alte Sets evtl mit modernen Figuren nicht nochmal auf den Markt bringt als Jubiläums-Thema.

Und im DS dann alle Einzelteile zu vernünftigen Preisen in unbegrenzter Zahl verkaufen.
Wenn in der Bucht ein Doppeltorbogen 15€ kostet, kann ich mir nicht vorstellen warum der sich für 5-8€ neu im DS nicht super verkaufen lassen sollte
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Woody
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Re: Das irre Regiment bei Playmobil

Beitrag von Woody » Di Feb 23, 2021 10:15

Junker Jörg hat geschrieben:
Di Feb 23, 2021 10:10
Woody hat geschrieben:
Di Feb 23, 2021 10:06
HOB hat in dem Fall nur 1 Fehler gemacht, der sich jetzt aber rächt....
Keinen Kronprinzen aufgebaut zu haben?

jj:
Die falsche Person geholt zu haben und ihr die Macht in die Hände zu legen...
Gruß
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Re: Das irre Regiment bei Playmobil

Beitrag von luipold » Di Feb 23, 2021 10:16

Junker Jörg hat geschrieben:
Di Feb 23, 2021 9:31
Vane Xanapes hat geschrieben:
Mo Feb 22, 2021 18:47
Passend dazu:
https://www.businessinsider.de/wirtscha ... lKRAeIYOGs
Dieser Artikel verwirrt mich! Er war bereits gestern um kurz vor Vier Uhr nachmittags erstmals hier im Forum verlinkt:
L1.jpg
Das war von Coach in den "Umsatzdiskussionen".

Der Artikel selbst behauptet aber von sich, erst heute (am 23. Februar) um kurz nach halb Sieben erstellt worden zu sein...
L2.jpg
:gruebel

Seltsam!

jj:
Um diese Uhrzeit wurde der Artikel zuletzt aktualisiert.
Fragt nicht, was das Forum für Euch tun kann, sondern fragt, was Ihr für das Forum tun könnt!
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Seamarshall_Rotrock
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Re: Das irre Regiment bei Playmobil

Beitrag von Seamarshall_Rotrock » Di Feb 23, 2021 10:18

Wobei eine Stiftung ja nicht nur schlecht
für andere ist .

Ein Beispiel aus 2019 :link
https://www.presseportal.de/pm/132704/4472714
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Woody
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Re: Das irre Regiment bei Playmobil

Beitrag von Woody » Di Feb 23, 2021 10:19

Junker Jörg hat geschrieben:
Di Feb 23, 2021 10:10
Woody hat geschrieben:
Di Feb 23, 2021 10:06
HOB hat in dem Fall nur 1 Fehler gemacht, der sich jetzt aber rächt....
Keinen Kronprinzen aufgebaut zu haben?

jj:
Und der neue ist schon da....

Ihr Sohn ist bereits in der Firma - glaube Leitung IT oder so.
Gruß
Woody
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Re: Das irre Regiment bei Playmobil

Beitrag von Woody » Di Feb 23, 2021 10:21

Seamarshall_Rotrock hat geschrieben:
Di Feb 23, 2021 10:18
Wobei eine Stiftung ja nicht nur schlecht
für andere ist .

Ein Beispiel aus 2019 :link
https://www.presseportal.de/pm/132704/4472714
Diese Stiftung ist eine andere -> https://kinderstiftung-playmobil.de/impressum

Die hat mit der Firmen-Stiftung kaum was zu tun.

Allerdings ist die Dame dort - Kuratoriumsvorsitzende

Sie besteht bereits seit 1995
Kuratorium: Marianne Albert (Vorsitzende); Klaus Hunneshagen; Bernd Fuchs; Doris Frauendorf; Rainer Kögel
Gruß
Woody
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Re: Das irre Regiment bei Playmobil

Beitrag von Seamarshall_Rotrock » Di Feb 23, 2021 10:31

Zur Frau Albert noch folgender Bericht
aus der Zeitschrift Capital vom Aug. 2019

Zitat
"Schwierige Nachfolge
Als Brandstätter älter wurde, machten sich viele Gedanken über die Zukunft von Playmobil. Conny, jetzt 63, einer von zwei Söhnen, betrachtet sich heute weiterhin als legitimer Erbe und hadert mit der Entwicklung der Firma. Doch nach einem Zusammenprall im Jahr 2011 musste er sie verlassen. Der HOB entwarf schon vorher ein Stiftungsmodell und verkündete, nie wieder solle ein Brandstätter reich sein. Als eine Art Kronprinzessin schien Andrea Schauer gesetzt, Vorsitzende der Geschäftsführung. Doch kurz vor Brandstätters Tod ging sie. Um die Gründe ranken sich Gerüchte, offiziell waren es gesundheitliche Motive.

Zeitgleich vollzog sich der Aufstieg der Marianne Albert. Die Fürtherin war in den 90er-Jahren als Chefsekretärin zu Brandstätter gekommen und blieb sein Mädchen für alles. Dann tauchte sie in Brandstätters Testament vom November 2008 auf. „Marianne Albert war mir immer ein treuer Helfer“, schrieb er dort. „Sie kennt meine Einstellung zur Firma.“ Daher versprach er ihr eine Altersrente von 1000 Euro monatlich. Und sie solle künftig „mitentscheiden, was in den Stiftungsräten entschieden wird“. Zudem sollte sie „ihre derzeit in der Firma ausgeübten Funktionen“ – etwa den Posten als Assistentin des Chefs – bis zur Pensionierung behalten. Drei Jahre später wurde das Testament noch einmal zu ihren Gunsten korrigiert. Nun wurde ihr unter anderem der Posten als Leiterin Personalwesen zugesprochen.

Nach dem Tod Brandstätters wuchs bei Mitarbeitern allerdings der Eindruck, Albert sei Alleinherrscherin geworden. Auf einem neuen Organigramm, das im Foyer ausgehängt wurde, stand Alberts Name gleich dreimal an erster Stelle in der neuen Führungshierarchie, vor allem im Unternehmensbeirat der Firma, dem mächtigsten Gremium. Der Zettel wurde bald wieder abgehängt. Der Einfluss der neuen Herrin blieb.

Die Position, die Marianne Albert einnahm, hat damals einige überrascht. Schlag auf Schlag verließen alte Top-Manager das Haus. „Natürlich mussten wir uns nach dem Tod vom Herrn Brandstätter erst ein bisschen sortieren“, gibt Höpfner beim Gespräch in der HOB-Ecke zu. Er selbst rückte aus dem Beirat an die operative Spitze."

Zitat Ende
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Junker Jörg
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Re: Das irre Regiment bei Playmobil

Beitrag von Junker Jörg » Di Feb 23, 2021 10:32

Seamarshall_Rotrock hat geschrieben:
Di Feb 23, 2021 10:18
Wobei eine Stiftung ja nicht nur schlecht
für andere ist .
Die grundsätzliche Idee einer Stiftung ist ziemlich genial - :aeh halt, WAR ziemlich genial. Bis die EZB den Zins auf Null und drunter gesenkt hat. Die Idee der Stiftung ist eigentlich, viel Kapital "geliehen" zu bekommen und die Zinsen wohltätig zu vergeben. Für die Einleger hat das den Charme, daß man selber zwar nix von den Zinsen hat, daß das Geld aber auch nicht weg ist (wie bei einer Spende). Die Frage ist, wie lange dieses Modell noch überleben wird, wenn die Negativzinsen das Kapital auffressen, anstelle es zugunsten Bedürftiger zu vermehren :klonk .

jj:

P.S. Ob eine Stiftung als Firmengrundlage sinnvoll ist oder nicht, kann ich allerdings nicht sagen. Bin ja kein BWLer :nixweiss .
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Re: Das irre Regiment bei Playmobil

Beitrag von hauden_lukas » Di Feb 23, 2021 15:40

Junker Jörg hat geschrieben:
Di Feb 23, 2021 10:32
Seamarshall_Rotrock hat geschrieben:
Di Feb 23, 2021 10:18
Wobei eine Stiftung ja nicht nur schlecht
für andere ist .
Die grundsätzliche Idee einer Stiftung ist ziemlich genial - :aeh halt, WAR ziemlich genial. Bis die EZB den Zins auf Null und drunter gesenkt hat. Die Idee der Stiftung ist eigentlich, viel Kapital "geliehen" zu bekommen und die Zinsen wohltätig zu vergeben. Für die Einleger hat das den Charme, daß man selber zwar nix von den Zinsen hat, daß das Geld aber auch nicht weg ist (wie bei einer Spende). Die Frage ist, wie lange dieses Modell noch überleben wird, wenn die Negativzinsen das Kapital auffressen, anstelle es zugunsten Bedürftiger zu vermehren :klonk .

jj:

P.S. Ob eine Stiftung als Firmengrundlage sinnvoll ist oder nicht, kann ich allerdings nicht sagen. Bin ja kein BWLer :nixweiss .
Und du meinst, die haben 1,5 X 1000 Millionen auf einem Sparbuch oder Tagesgeld liegen?
Nix mit Aktien oder anderen Wertpapieren?

Gruss,
HDL
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Re: Das irre Regiment bei Playmobil

Beitrag von roberto72 » Di Feb 23, 2021 16:22

Also ich bin 2001 bei geobra freiwillig gegangen weil das Arbeitsklima, gerade in der Zentrale, schon damals nicht angenehm war. Frau Albert ist mir auch eher unangenehm in Erinnerung geblieben.... Das es aber mal soweit kommt mit PM hätte ich nie gedacht! Der Weggang von Frau Schauer war für mich der Anfang vom „Ende“ 🙈