Etappe 4: Everybody needs somebody
Nach dem gestrigen Abend mit dem überall schrillenden Diabetiker-Alarm hatte Ernst - stets hilfsbereit - erwogen, die alten Zuckerminen unter dem Würffelturm wieder aktivieren zu lassen.
Der Gedanke an die unvermeidlichen Krümel, die das in seinen schönen neuen Aufzug bringen würde, hat ihn aber schnell wieder davon abgebracht.
Stattdessen hat er heute früh, noch bevor die Sonne über dem Prater aufging, ein Telefonat geführt.
Kein cooler Handy-Anschluss mit supergeheimem Kennwort.
Nur eine ganz normale Festnetz-Nummer, die Ernst seit vielen Jahren auswendig kann.
Ein Zwei-Minuten-Gespräch unter Freunden.
Dann war er kurz im Lager - gleich neben dem Swimming-Pool - und hat die Tischtennisplatte raufgeholt.
Dann hat er frische Buttercroissants aus der Bretagne einfliegen lassen.
Schinken aus Bayonne (das war recht schwierig - Nebel über den Pyrenäen!) und Fast Food aus Monza.
Dazu einen Limoncello aus dem Mooser'schen Weinlager in Kalabrien.
Es war echt was los, heute früh auf dem Dach des Würffelturms.
Manche Wiener haben sich über den Hubschrauberlärm beschwert.
Aber die meisten haben noch geschlafen und wussten gar nicht, wie ihnen geschah.
Und seitdem spielt der Ernst ganz begeistert Bisstennis mit seiner neuen Freundin Lacrimosa.
Als Trophäe winkt ein Lebkuchenherz aus Nürnberg (ebenfalls frisch eingeflogen).
Hallo? - Ernst?
Was ist denn da los...?
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