Die Stadt der Türme.
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Re: Die Stadt der Türme.
Vom kleinen Henkerturm zum größten, massivsten und höchsten Turm von Tornburg.
Erbaut auf einem Grundstück auf dem in früheren Zeiten ein Siechenhaus stand.
Das wurde in der wachsenden Stadt zu klein und man verlegte es in das nahe Franziskaner Kloster.
Die Zünfte und Gilden der Reichsstadt erwarben das Areal und planten einen Hochgotischen Turm mit der Auflage, eine kleine Pestkapelle im Untergeschoss einzubauen.
Man konnte für dieses Großprojekt wandernde Maurer und Steinmetzetrupps anwerben, die somit für viele Jahre eine feste Anstellung und somit ein relativ sicheres Auskommen hatten.
Mit zunehmendem Selbstbewusstsein und der Wichtigkeit der Zünfte im Gefüge der Stadtgesellschaft wuchsen auch die immer ambitionierteren Visionen der Bauherren.
Der Turm war auch Schatzkammer, Stadtarchiv, Wachturm und Ort für Versammlungen, bis später das große Rathaus errichtet wurde.
Als im 16 Jahrhundert der Platz knapp war, bauten Gilden und Zünfte einen neuen Turm, der nur ihnen zum Nutzen diente.
Somit war oben Platz zur Verfügung für einen Zweistöckigen Glockenstuhl.
Bis dahin läutete man für die Pestkapelle nur eine kleine Pestglocke.
Insgesamt 8 große Glocken, davon 7 läuten im Eichenen Glockenstuhl, eine Salvator Glocke ganz oben im Oktogon.
Die massive Bauweise und die stabile Statik erlaubten den Guss und den Aufzug des schwersten Geläutes im Land.
Der Wettbewerb der Reichsstädte und Geltungssucht sowie Machtdemonstration spornt zu Höchstleistungen an.
Erbaut mit Wissen und Erfahrungen über Material und dem wirken der Kräfte bauten die verschwiegenen Baumeister und Steinmetze damals Werke von ungeheurer Kühnheit.
Mit Können, Muskelkraft , Disziplin und wenigen technischen Hilfsmitteln .
Ein echtes Uhrwerk mit Lautsprecher läutet im Tageszyklus.
Der Turm ist nicht öffentlich zugänglich.
4 Sonderführungen im Jahr geben einigen Interessenten Einblicke in das Innere des Baudenkmals.
Nur die Raumdecke verhindert eine aufstockung und den Abschluss durch einen vorhandenen durchbrochenen Turmhelm.
Erbaut auf einem Grundstück auf dem in früheren Zeiten ein Siechenhaus stand.
Das wurde in der wachsenden Stadt zu klein und man verlegte es in das nahe Franziskaner Kloster.
Die Zünfte und Gilden der Reichsstadt erwarben das Areal und planten einen Hochgotischen Turm mit der Auflage, eine kleine Pestkapelle im Untergeschoss einzubauen.
Man konnte für dieses Großprojekt wandernde Maurer und Steinmetzetrupps anwerben, die somit für viele Jahre eine feste Anstellung und somit ein relativ sicheres Auskommen hatten.
Mit zunehmendem Selbstbewusstsein und der Wichtigkeit der Zünfte im Gefüge der Stadtgesellschaft wuchsen auch die immer ambitionierteren Visionen der Bauherren.
Der Turm war auch Schatzkammer, Stadtarchiv, Wachturm und Ort für Versammlungen, bis später das große Rathaus errichtet wurde.
Als im 16 Jahrhundert der Platz knapp war, bauten Gilden und Zünfte einen neuen Turm, der nur ihnen zum Nutzen diente.
Somit war oben Platz zur Verfügung für einen Zweistöckigen Glockenstuhl.
Bis dahin läutete man für die Pestkapelle nur eine kleine Pestglocke.
Insgesamt 8 große Glocken, davon 7 läuten im Eichenen Glockenstuhl, eine Salvator Glocke ganz oben im Oktogon.
Die massive Bauweise und die stabile Statik erlaubten den Guss und den Aufzug des schwersten Geläutes im Land.
Der Wettbewerb der Reichsstädte und Geltungssucht sowie Machtdemonstration spornt zu Höchstleistungen an.
Erbaut mit Wissen und Erfahrungen über Material und dem wirken der Kräfte bauten die verschwiegenen Baumeister und Steinmetze damals Werke von ungeheurer Kühnheit.
Mit Können, Muskelkraft , Disziplin und wenigen technischen Hilfsmitteln .
Ein echtes Uhrwerk mit Lautsprecher läutet im Tageszyklus.
Der Turm ist nicht öffentlich zugänglich.
4 Sonderführungen im Jahr geben einigen Interessenten Einblicke in das Innere des Baudenkmals.
Nur die Raumdecke verhindert eine aufstockung und den Abschluss durch einen vorhandenen durchbrochenen Turmhelm.
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Re: Die Stadt der Türme.
Der Belfried steht am Ende des breiten , langgezogenen Platzes in einer Achse mit dem Nordportal des Querschiffes der Kathedrale.
Man kann ihn umrunden, was bei Bauten dieser Funktion selten ist.
Die Westseite mit dem Portal ist dem Platz und der Kathedrale zugewandt.
Ein beliebter Treffpunkt für alle Gäste und Einwohner.
An der Engelssäule wird z. B. Kindern gerade Ponyreiten angeboten .
An der Nordseite unter dem Vordach mit Sitzbank spielt ein Straßenmusikant gerade Akkordeon.
Ostseitig ist ein schmaler Streifen im Schatten des Turmes.
Dort bietet ein Creppes und Imbissstand Essen und Getränke an.
Ein Wasserbecken dient im Sommer als Abkühlung.
Zur Südseite hat man einen schönen Blick runter zum Kornmarktplatz und den ihn umgebenen Bauten mit Stadttor und den anderen Sehenswürdigkeiten davor.
Dort steht auch der offene Glockenstuhl mit der historischen ,reich verzierten Bronceglocke .
Man kann ihn umrunden, was bei Bauten dieser Funktion selten ist.
Die Westseite mit dem Portal ist dem Platz und der Kathedrale zugewandt.
Ein beliebter Treffpunkt für alle Gäste und Einwohner.
An der Engelssäule wird z. B. Kindern gerade Ponyreiten angeboten .
An der Nordseite unter dem Vordach mit Sitzbank spielt ein Straßenmusikant gerade Akkordeon.
Ostseitig ist ein schmaler Streifen im Schatten des Turmes.
Dort bietet ein Creppes und Imbissstand Essen und Getränke an.
Ein Wasserbecken dient im Sommer als Abkühlung.
Zur Südseite hat man einen schönen Blick runter zum Kornmarktplatz und den ihn umgebenen Bauten mit Stadttor und den anderen Sehenswürdigkeiten davor.
Dort steht auch der offene Glockenstuhl mit der historischen ,reich verzierten Bronceglocke .
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Re: Die Stadt der Türme.
Das Verbreitungsgebiet der Belfriede liegt in Belgien und Nordostfrankreich.
In Flandern und den angrenzenden Gebieten sind sie sogar Weltkulturerbe.
Eigentlich könnte man sie auch den Rathaus oder Tuchhallentürmen zurechnen.
Die meisten wurden im gotischen Stil erbaut.
Es gibt aber auch einige aus der Barockzeit.
Einige wenige Kirchtürme tragen die Bezeichnung Belfried.
Der einzige in Deutschland ist der Rathaus Turm in Köln.
In Flandern und den angrenzenden Gebieten sind sie sogar Weltkulturerbe.
Eigentlich könnte man sie auch den Rathaus oder Tuchhallentürmen zurechnen.
Die meisten wurden im gotischen Stil erbaut.
Es gibt aber auch einige aus der Barockzeit.
Einige wenige Kirchtürme tragen die Bezeichnung Belfried.
Der einzige in Deutschland ist der Rathaus Turm in Köln.
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Re: Die Stadt der Türme.
Über die Jahrhunderte verteilt konnten die jeweiligen Türmer viele Berühmte Persönlichkeiten begrüßen und ihnen die Stadt von oben zeigen.
Einer der ersten war kurz nach der Fertigstellung des Turmes der Hochmeister des Deutschen Ritterordens, Konrad von Jungingen.
Um 1400 war der Orden einer der größten Grundbesitzer im Reich.
So kam Konrad um 1399 mit Gefolge nach Tornburg und
weiteren Städten bevor er zurück zur Marienburg in Ostpreußen, dem Stammsitz des Ordens aufbrach.
Einer der ersten war kurz nach der Fertigstellung des Turmes der Hochmeister des Deutschen Ritterordens, Konrad von Jungingen.
Um 1400 war der Orden einer der größten Grundbesitzer im Reich.
So kam Konrad um 1399 mit Gefolge nach Tornburg und
weiteren Städten bevor er zurück zur Marienburg in Ostpreußen, dem Stammsitz des Ordens aufbrach.
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- Fischkopp Claas
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Re: Die Stadt der Türme.
Der Überlieferung nach hatte Hochmeister Konrad v. Jungingen rötlichbraunes, schulterlanges Haar und einen gezwirbelten Oberlippenbart mit Spitzbart im französischen Stil. Es gibt im Internet ein paar sehr gut erhaltene Porträits von ihm.
LG Claas
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Exegi monumentum aere perennius Horaz
Ein Denkmal schuf ich, dauerhafter als Erz.
Ein Fisch sie zu knechten...
Fischkopp Claas
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