nachdem ich vor einiger Zeit meine kleinen Buden hier im Forum gezeigt habe, versuche ich mich nun an einer Bildergeschichte. Es wird eher eine Serie kleinerer Episoden werden. Und realistisch ist hier mal gar nix. Ich habe einfach rumgesponnen

Eines schönen Tages saßen Annette und Lucy mit den Omas an Ediths Erdbeerbude und Merles grüner Bude und genossen Tee und Eis.
Die beiden Omas waren Nachbarinnen und schon seit jungen Jahren befreundet. Sie waren grundverschieden. Oma Ruth war die Bodenständige von beiden, während Oma Ellie sich kleine Extravaganzen gönnte und sich gerne schick kleidete - manchmal sogar mit Hut. Jahrelang hatte sie einen schönen Laden geführt, in dem die beiden Enkelinnen als Kinder gerne herumgetobt hatten. Lucy war Ellies Enkelin und Annette Ruths. Die beiden hatten sich natürlich über ihre Omas kennengelernt und waren seitdem ebenfalls miteinander befreundet. Hin und wieder sponnen beide zusammen herum, sie würden irgendwann mal einen Laden zusammen aufmachen. In letzter Zeit kamen immer mehr Ideen dazu. Alle zwei Wochen gingen die vier zusammen spazieren und Kuchen oder Eis essen. "Letzten Samstag habe ich am Markt zwei Leute mit einem Bulli getroffen", erzählte Annette. "Klara und Theo. Sie haben einen super lieben Hund - Charlie. Und sie wollten hier Urlaub machen und haben nach dem Weg zum Campingplatz gefragt." "Da haben die beiden aber die Rechnung ohne die dusselige Exner gemacht", schnaubte Oma Ruth. Herr und Frau Exner betrieben den örtlichen Campingplatz - Exners exklusives Luxus-Camping. "Die hat die beiden gar nicht auf ihren Platz gelassen. Die mit ihrem blöden Luxus-Camping. So ein Bulli ist wohl nicht gut genug. Und Hunde mögen die auch nicht. Tiere sind bei denen verboten. Der Huber-Bauer hat die beiden jungen Leute dann eine Nacht neben seiner Scheune campen lassen. Danach sind sie weitergefahren. Super nett waren sie, hat er erzählt. Und der Hund total lieb und gut erzogen." Die vier regten sich zusammen noch eine Weile über die Exners auf, bevor sie sich auf den Heimweg machten. Auf dem Rückweg kamen sie an einem verwilderten Grundstück vorbei, an dem seit ein paar Tagen ein Zu-Verkaufen-Schild stand. Lucy und Annette blieben an der Zufahrt stehen und steckten die Köpfe zusammen. "Das war früher mal ein Veranstaltungs-Gelände", erzählte Oma Ellie. "Aber davon ist nicht mehr viel übrig. Irgendwo muss da noch ein Toilettenhäuschen sein oder so. Was guckt ihr denn da? Kommt, lasst uns weitergehen." Vor Oma Ellies Haustür verabschiedeten sich Lucy und Oma Ruth und gingen zum Nachbarhaus. Oma Ellies Neugier war geweckt, und sie hielt Annette noch auf, bevor sie gehen wollte. "Sag mal Kind, was habt ihr beide denn da vorhin so geflüstert?" Annette druckste ein wenig herum, bevor sie sagte: "Oma, was würdest du sagen, wenn Lucy und ich zusammen keinen Laden, sondern einen Campingplatz aufmachen würden? Einen Campingplatz, auf dem alle willkommen sind."